Bestandsaufnahme Gurlitt

Bestandsaufnahme Gurlitt. Der NS-Kunstraub und die Folgen

Im November 2013 wurde bekannt, dass Kunstbestände von Cornelius Gurlitt beschlagnahmt wurden. Das öffentliche Aufsehen war groß, denn die 1500 Kunstwerke, die der Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt von seinem Vater geerbt hatte, sind verdächtig. Evtl. handelt es sich bei den Gemälden um Raubkunst aus der Zeit der national-sozialistischen Gewaltherrschaft.

Cornelius Gurlitt verpflichtete sich, die als Raubkunst identifizierten Werke an die Eigentümer zurück zu geben.

Als seinen Erben für die Sammlung hatte Gurlitt, der im Mai 2014 verstarb, das Kunstmuseum Bern bestimmt.

Die Bundeskunsthalle in Bonn und das Kunstmuseum Bern arbeiten zurzeit an einer gemeinsamen Doppelausstellung.

In Bern liegt das Thema der Präsentation auf Werken der „Entarteten Kunst“ und auf Arbeiten aus dem Kreis der Familie Gurlitt. Die Ausstellung in der Bundeskunsthalle mit Titel „Der NS-Kunstraub und die Folgen“ konzentriert sich auf Werke, die NSverfolgungsbedingt entzogen wurden, sowie auf Werke, deren Herkunft noch nicht geklärt werden konnte.

„Die Zeit“ zur Gurlitt Sammlung

~~ Bitte Vorschaubilder anklicken ~~

Mitteilung des Museums auf der Website:
Das Fotografieren in dieser Ausstellung ist nicht nur erlaubt sondern erwünscht.
Teilen Sie Ihre Fotos auch gern über die sozialen Medien und nutzen Sie die offiziellen Hashtags.

Die Ausstellung ist noch bis zum 11. März in der Bundeskunsthalle zu sehen.


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8 Kommentare zu Bestandsaufnahme Gurlitt

  1. Edith T. sagt:

    Ja, das hat sehr viel Staub aufgewirbelt und man fragt sich, wie so etwas sein kann. Und vor allem, warum das so lange im Verborgenen blieb?
    Ich denke, von der Erlaubnis, diese Bilder fotografieren und veröffentlichen zu dürfen, erhofft sich das Museum Hinweise auf bisher unbekannte Eigentümer dieser Werke.

    LG, Edith

    • Agnes sagt:

      Das denke ich auch, dass die Fotoerlaubnis primär dazu dient, damit das Bildgut bekannt wird, und um weitere Hinweise zu bekommen.

      Da sollten Museen sonst auch mal dran denken bevor sie Fotografierverbote aussprechen, dass die Ausstellungen durch unsere Websiten und Blogs publik gemacht werden, und der eine andere sich angesprochen fühlt und ebenfalls hinfährt.

  2. Werner sagt:

    Ahja, das erklärt eure Reise mit dem Zug im Sturm. Das die Bilder nicht so bekannt geworden sind bei Gurlitt ist, das er sie in seinem Privathaus hatte und das war nicht zugänglich. Wie er an die vielen Bilder gekommen ist, ist einfach, er hatte die meisten gekauft. Darüber bestehen Kaufverträge und Quittungen. Über die Preise kann man streiten, gerecht waren die meisten nicht. Fliehende Juden konnten sie nicht mitnehmen und Beute von Soldaten……die meisten wussten nichts damit an zu fangen. Ein Unrecht bleibt aber ein Unrecht und zurück geben ist schwierig geworden da die meisten ehemaligen Besitzer schon verstorben sind. Aber durch diese Ausstellung werden vielleicht Kinder oder Enkel der Besitzer gefunden.

    • Agnes sagt:

      Du hast Dich gut informiert über die Ausstellung.

      Nur mit den Kaufverträgen, das stimmt nicht so ganz. Viele dieser Unterlagen konnten auch in Bonn in den Vitrinen angesehen werden, aber sie sind nicht lückenlos und eindeutig, und es sind auch nicht alle Kaufbelege vorhanden.

      Und die ehemaligen Besitzer müssen ja auch nachweisen, dass sie das Bild verkauft haben und zu welchem Preis …..

      Es ist im Krieg und nach dem Krieg vieles unter Wert verkauft worden, nicht nur wer von den Nazis verfolgt wurde hat Wertgegenstände verkauft.

      Die Leute haben auch andere Dinge gegen Lebensmittel eingetauscht, und oft auch unter Wert, aber wer Hunger hat …..

      Wir können Gott danken, das wir so etwas nie erleben mußten, ich bin sehr dankbar dafür, dass es in meinem Leben keinen Krieg gab und hoffe auch dass es so bleibt.

  3. Hallo Agnes!
    1500 Kunstwerke verborgen halten … bei dieser enormen Anzahl muss man sich das erst einmal vorstellen! Wie war so etwas nur möglich!
    Fotografieren ausdrücklich erwünscht … auch das ist eine Besonderheit in einem Museum! Es bleibt zu hoffen, dass die rechtmäßigen Eigentümer ihre Kunstwerke auf diesem Wege zurück erhalten.
    Ein Gruß von Helga

    • Agnes sagt:

      Das ist echt unbeschreiblich, wie dieser Kunstliebhaber die Werke vor aller Welt verborgen halten konnte.

      Fotografieren war wohl deshalb erlaubt, weil man sich auf diesem Weg weitere Aufklärung und Meldungen der ursprünglichen Besitzer erhofft.

  4. Anna-Lena sagt:

    Oh ja, ich erinnere mich gut und staune auch, welche Wege so manche Menschen gehen.
    Liebe Grüße und danke für die Erinnerung in Bildform,

    Anna-Lena

    • Agnes sagt:

      Die Ausstellung wird vom 14. September 2018 bis 7. Januar 2019 im Martin-Gropius-Bau (Niederkirchnerstraße 7) in Berlin gezeigt.
      Vielleicht hast Du dann ja die Möglichkeit sie zu sehen.

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