Suche Frieden

Der 101. Katholikentag unter dem Motto „Suche Frieden“ in Münster geht heute zu Ende.

Ich selber bin mir über den Sinn und Zweck eines solchen Tages nicht sicher. Was sind die Beweggründe für Menschen dort teilzunehmen?

Viele junge Menschen nehmen teil und die Antwort was sie bewegt teilzunehmen war häufig „coole Menschen treffen, tolle Atmosphäre, Freunde wiedersehen“. Ist das der Sinn solcher Tage? Ein Treffen mit Freunden und Freude haben?

Eine große Plattform für Politiker die dort Gehör finden war es allemal, ist das der Sinn?

Zumal es dann gestern bei dem Auftritt eines Politkers zu Tumulten kam, und das unter dem Motto „suche Frieden“? Das hinterläßt bei mir einen faden Nachgeschmack.

Ich habe an diesen Veranstaltungen nicht teilgenommen. Mich mehr als eine Stunde vor Beginn einer Veranstlatung an der Münsterlandhalle anszutellen um einen Platz zu bekommen ist nicht mein Ding.

Und die Messen auf dem Schloßplatz, wo am Donnerstag 25.000 teilgenommen haben ist bei aller „cooler Atmosphäre“ auch nichts für mich. 90 Minuten dort in einer Menschenmenge zu stehen hab ich für mich abgelehnt.

Aber Münster sah gut aus, und die Atmosphäre in der Stadt war schon gut.

Ich freue mich dass bis auf die Tumulte bei dem einen Politker alles gut und friedlich verlaufen ist, auch wenn ich den Sinn solcher Katholikentage immer noch nicht klar sehe.

Prinzipalmarkt in Münster


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7 Kommentare zu Suche Frieden

  1. do sagt:

    Huch, solche Menschenmengen sind, cool hin oder her, auch nichts für mich. Da bleibe ich dann doch lieber aussen vor, vorallem, wenn ich den Sinn der Sache, oder dessen Umsetzung, nicht nachvollziehen kann.
    Herzlich, do

    • Agnes sagt:

      Für mich ist das auch nichts, wir waren am Mittwoch (aus einem anderen Grund) in Münster, vor der offiziellen Eröffnung und haben uns ein wenig umgesehen.
      Diesen Gottesdienst am Donnerstag mit 25.000 Beteiligten hätte ich nicht mit erleben müssen.
      Kannst Du also auch den Sinn eines solchen Katholikentages nicht nachvollziehen?

  2. Edith T. sagt:

    Ich denke, der Sinn liegt darin, sich mit anderen Gleichgesinnten christlichen (Kath.) Glaubens zu treffen, sich auszutauschen, an Workshops teilzunehmen, gemeinsam in den Messen für alle sichtbar den eigenen Glauben zu bekennen und offen dafür einzustehen.
    Egal ob katholisch oder evangelisch: ich denke, dass die Gemeinschaft verbindet und stärkt. Und die sichtbare Darstellung unseres christlichen Glaubens kann nur richtig sein – gerade auch in diesen unruhigen Zeiten.
    LG, Edith

    • Agnes sagt:

      Ja Edith, das würde mir einleuchten „mit anderen Gleichgesinnten christlichen (Kath.) Glaubens zu treffen, sich auszutauschen etc.“

      aber doch nicht diese Plattform für Politiker und abends Disco- und Tanzmusik

      Darum habe ich mich ja gefragt worin der Sinn eines solchen Treffens besteht.

    • Anna-Lena sagt:

      Ich sehe das wie Edith und ich wäre gern dabei gewesen. Gerade in der heutigen Zeit braucht die Kirche neue Impulse, eine verständliche Sprache und muss sich von alten Zöpfen trennen.
      Dafür ist ein Katholikentag schon mal sinnvoll, sich auszutauschen, neue Ideen auf den Weg bringen und auch umsetzen. Wenn die alten Zöpfe bleiben, jeder weiterhin in seinem stillen Kämmerlein sitzt, wird sich nie etwas ändern.

      Bisher habe ich auch keine Parteitage infrage gestellt, denn ich habe die Hoffnung, dass dort Neues entstehen kann, mit weitreichender und nachhaltiger Wirkung.

      Nebenbei, wäre ich um etliche Jährchen jünger hätte so eine Aussage:
      „coole Menschen treffen, tolle Atmosphäre, Freunde wiedersehen“ durchaus aus meinem Munde kommen können …
      Lieben Gruß
      Anna-Lena

      • Agnes sagt:

        Da bin ich durchaus Deiner Meinung Anna-Lena „sich von alten Zöpfen trennen“, das wird höchste Zeit, aber davon habe ich nichts bemerkt. Die Predigt von Bischof Genn war doch keineswegs in dieser Richtung.

        Am Sonntag die Predigt von Kardinal Marx hingegen hat mir gut gefallen, aber ob sich da etwas ändert???

        Siehe die Uneinigkeit der Bischöfe, die einen Brandbrief an den Vatikan geschrieben haben, so etwas ist doch zum Verzweifeln.

        Parteitage sind sicher wichtig, die stelle ich auch nicht in Frage, aber so viele politische Reden auf einem Katholikentag? Ich fand das war zu viel.

        Aufbruch und Neuerungen in der Kirche, diese Themen kamen mir dabei zu kurz.

        • Anna-Lena sagt:

          Ich denke, die Weltpolitik erzwingt geradezu die Auseinandersetzung und ich halte das auch für richtig im Zeitalter einer Friedensbedrohung, wie ich sie vorher noch nicht erlebt habe.

          Neuerungen bedeuten Veränderungen, Veränderungen sind unbequem und das schaffen meiner Ansicht nach nur alle Gemeinsam und da können Kirche und Staat schon mal wieder mehr ins Gespräch kommen.

          Ich habe gelernt (und in meiner Gemeinde wird vieles auch so gehandhabt), dass man mit dem richtigen Verständnis von dem, was Menschen an Regeln und Gebote in die Welt gesetzt haben, die auch mit gutem Gewissen außer Kraft setzen kann. Z.B. gehen bei uns am Sonntag auch ev. Ehepartner zur Kommunion. Am Weißen Sonntag habe ich die Kommunion mit ausgeteilt (ohne einen Lehrgang als Kommunionhelfer, ich hatte nur die Kids auf den Tag vorbereitet) .

          Im übrigen lese ich gerade von Thomas Frings (Pfarrer in Münster): „Aus. Amen. Ende? So kann ich nicht mehr Pfarrer sein“. Ist sehr klar und offen und gefällt mir sehr!

          Liebste Grüße :-)

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