DSGVO

Viel Gedanken mache nicht nur ich mir um die neue europäische Datenschutzverordnung.

In schwer verständlichem Deutsch und voller unklarer Aussagen inwieweit davon private Websiten und private Blogs betroffen sind, sorgt diese Verordnung für mehr Verwirrung als sonst was.

Nach allem was ich letztendlich meine begriffen zu haben, habe ich angefangen meine Website und meinen Blog anzupassen.

Eine Datenschutzerklärung ist hinzugefügt, die Smilies habe ich entfernt (einer ist leider noch da, das hat einen technischen Grund) die Avatare sind entfernt, und bei der Kommentarfunktion muß noch was geändert werden, da muß ich noch einen bestimmten Code-Schnipsel in die functions.php einfügen, und in diese Datei einzugreifen traue ich mich nicht.

Share- und Like-Buttons sowie Werbefunktionalitäten hatte ich nie.

Unklar ist mir noch, ob Flickr unter Soziale Netzwerke fällt, meines Erachtens ist es eine Foto Community, falls es im Sinne der DSGVO wie ein Soziales Netzwerk behandelt wird, muss ich den Link zu Flickr aus der Navileiste entfernen. Ich frage mich eh, ob meine Besucher diesen Link jemals genutzt haben???

Und was ist mit Lovelybooks? Ist das auch ein Soziales Netzwerk? Wäre schade wenn ich den Link, der das Buch anzeigt was ich im Moment lese hier entfernen müßte.

Ob eine Umstellung auf https zwingend erforderlich ist, weiß ich nicht genau, nach meinem Wissensstand ist es kein MUSS in der DSGVO, nur bei Kontaktformularen ist eine SSL Verschlüsselung Pflicht. Die Umstellung ist zwar gut und dient der Sicherheit, evtl. nehme ich die Umstellung auf https auch noch in Angriff, Sicherheit ist mir schon wichtig.

Auf meiner Website werde ich die Gästebücher entfernen, eine Kommentarfunkiton gibt es dort nicht. Die Shoutbox ist schon länger entfernt, da sie eh defekt war.

Ein Newsletterangebot habe ich ebenfalls nicht, von daher hoffe ich (erst) mal, alles so entsprechend der Vorschrift geändert zu haben.


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28 Kommentare zu DSGVO

  1. Edith T. sagt:

    Ich glaube, wir alle sind verunsichert, zumal schon Gerüchte kursieren, dass Abmahn-Anwälte in den Startlöchern stehen, um bei Fehlern in der Datenschutzerklärung abzukassieren.
    Da kann man wohl besser zu viel als zu wenig reinschreiben, um auf der sicheren Seite zu sein.
    Dumm nur ist es, dass vieles unklar ist und bleibt.
    LG Edith

    • Agnes sagt:

      Die vielen Gedanken und Gerüchte sind schlimm und verunsichern nicht nur mich.
      Selbst IT Experten wissen nicht genau wie das Gesetzt zu verstehen ist.
      Vermutlich wurde das Gesetzt in Brüssel von „IT-Laien“ geschaffen, die gar nicht wissen wie das letztendlich zu handhaben ist.

      Ich las jetzt, dass dann auch die Abgabe einer Visitenkarte unter dieses Gesetz fallen, denn wenn der Empfänger der Visitenkarte Namen, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse der Person in die Kundendatei übernehmen fällt das unter Datenschutz. Ob die „klugen“ Leute in Brüssel das wohl bedacht haben?

      Und was ist wenn ich ein Hotelzimmer reserviere und Name, Adresse und Telefonnummer angebe? Die speichern das auch. Ich fand das immer gut wenn wir bei einer zweiten Buchung bereits im System waren. Oft gilt man dann als Stammkunde ;-) Dürfte dann auch unter Datenschutz fallen.

      • Edith T. sagt:

        Wenn das alles so sein sollte, wäre das an Schwachsinn kaum zu überbieten. Das würde ja wirklich ungeahnte Kreise ziehen. Ich bin auch für Datenschutz, aber in alltagstauglichem Maß, bitteschön.

        • Agnes sagt:

          So sehe ich das auch Edith, aber in Deutschland wird ja immer alles übertrieben.
          Wie ich gelesen habe, ist die Verordnung hier auch viel strenger als in den anderen EU Ländern. Da frage ich mich doch was das soll.

      • Kunterbunt sagt:

        Das tut es auch. Ich/wir kriege jetzt ständig Mails, z.B. auch von einem Hotel, dass unsere Daten gespeichert sind und dass wir zustimmen müssen, können, sollen. Das soll denn später in den Datenschutzbestimmungen auf der entsprechenden Seite stehen, wo man wahrscheinlich auch anklicken muss, dass man zustimmt?? Ich finde es schon gut, dass ich weiß, wer wo meine Daten speichert, nur für private Blogs sehe ich nicht ganz die Notwendigkeit. Aber was ist schon privat? Wenn ich ein Buch empfehle, ist das schon Werbung – befürchte ich. Ich hoffe nur für euch alle, euch private, dass es alles nicht so heiß gegessen wird wie es gekocht wird.
        ♥liche Grüße♥

        • Agnes sagt:

          Diese Anfragen nerven uns wohl alle in den letzten Tagen, einfach unfaßbar was die EU sich da wieder einfallen lassen hat.
          Datenschuzt ist sicher wichtig und erforderlich, viel zu lange wurde nichts daran getan, aber das jetzt so zu übertreiben finde ich echt krass.

  2. Sigi sagt:

    Gerade die Umstellung auf https ist zwingend erforderlich Agnes. Blogs die nicht umstellen, dürfen auch nicht mehr in der Blogliste stehen.
    LG
    Sigi

    • Agnes sagt:

      Nein Sigi, eine SSL Verschlüsselung ist keine Pflicht für eine private Seite.
      Es heißt:

      Sie benötigen immer dann ein SSL/TLS-Zertifikat für Ihre Webseite, sobald private bzw. persönliche Daten von den Besuchern Ihrer Webseite abgefragt werden. Das kann bei einer Online-Bestellung sein (Angabe von Adressen, persönlichen Daten sowie Bankdaten), genauso aber auch schon bei der Anmeldung zum Newsletter oder der Abgabe einer Kundenbewertung

      Das betrifft nur Seiten mit Verkäufen etc. also keine private Website.

      Ich habe auch keine Unterseiten mit Paßwort bzw. zum Einloggen, dafür wäre das erforderlich.

      Da bei meinem Hoster eine SSL Verschlüsselung 2,99 € pro Monat mehr kostet werde ich das nicht machen.

      • Edith T. sagt:

        Für mich kostet SSL 0,86 € mehr pro Monat. Das finde ich akzeptabel und werde das auch in Anspruch nehmen.

        • Agnes sagt:

          Ich werde meinen Hoster anrufen, um zu besprechen wie ich das am besten mache.
          Meine Website ist da halt sehr umfangreich, mit dem Blog als Datenbank und den drei Sub-Domains.
          Ich weiß nicht ob das alles so einfach umzustellen ist.

  3. Werner sagt:

    Weder, noch…..private Webseiten sind nicht von der DSGVO betroffen. Nur Webseiten wo ein Verdienst erziehlt wird, wo sich Kunden tummeln, wo Zahlvorgänge getätigt werden also im Grunde alle komerziellen Websieten sind betroffen. Geht mal auf die Webseite von Rechtsanwalt Solmeke einer der sich nur mit dem Internet befasst und lest mal da nach.

    Gruß Werner

    • Agnes sagt:

      Das ist ja die Frage Werner, was ist privat?
      Lies mal die weiteren Kommentare von Freddy und Karl.
      Hier im Blog ist der Datenschutz schon deshalb erforderlich, weil ich diese Kommentarmöglichkeit habe.
      Bei meiner Website bin ich mir nicht sicher, da gibt es keine Kontaktmöglichkeit mehr, Werbung mache ich auch nicht.
      Aber sicher ist sicher.

  4. Morgen,
    erstmal ein großes Hallo und Agnes fühl dich erstmal gedrückt ;-) Ja ich weis habe mir lang net gemeldet. Warum steht im Blog…(hab ne neue Band aufgebaut und arbeite am ersten Auftritt)

    Zur DSVGO;
    Ganz so kostenlos ist das SSl-Zertifikat das Sigi empfiehlt doch nicht, 49 cent und 10 euro Einrichtungsgebühr. Die Frage die sich hier bei dem Privaten eher stellt, was eigentlich als Privat gilt? Das Problem ist nämlich sobald ein Link zu einem Produkt oder eine Produktreszension geschrieben wird, wird auf einen dritten verwiesen, der damit u.U. Geld verdient. Und dann sind wir wieder in einer Grauzone… habe ich gerade: 48 Stunden Neukölln, die Veranstaltung ist zwar nicht kommerziell aber öffentlich… Na ich habe meine Seite abgesichert, kein Besucherzähler mehr und der Blog hat ein eigenes Kapitel in der Datenschutzerklärung und alles per SSL gesichert – war aber bei mir im Hostpaket mitdrin…

    Dasselbe Problem gilt für Fotos – da kommt dann das Urheberrecht noch hinzu: Habe ich ein Protrait geschossen und die Einwilligung zur Veröffentlichung brauche ich jetzt auch noch die Einwilligung zur Datenverarbeitung, weil ich ja durch die die erste Einwilligung zur Veröffentlichung die Daten derjenigen Person habe…

    Ich arbeite gerade bei einem lokalen Verein der sich um historische Lebensläufe kümmert die kotzen gerade richtig ab, weil die von allen Mitgliedern neue Einwilligungen für jeden Mist brauchen der eigentlich schon seit Jahren geregelt ist…

    Ich möcht net wissen wie das wird, wenn es um einen Termin beim Arzt geht wo ich noch nicht war, muss mir der jetzt auch am Telefon erstmal ne Datenschutzerklärung vorlesen bevor ich nen Termin kriege?

    • Agnes sagt:

      Toll mal wieder von Dir zu hören Freddy, und schön dass es Dir gut geht.

      Du hast es gut auf einen Punkt gebracht in Sachen DSVGO.

      Termin beim Arzt: Das habe ich mich auch schon gefragt, wo bleibt denn der Datenschutz im Gesundheitswesen?
      Ich war kürzlich im Krankenhaus, 3-Bettzimmer, und bei jedem Arztbesuch konnten die Zimmernachbarinnen alles mithören was über mich gesprochen wurde, ich aber ebenso über sie.
      Wo bleibt denn da der Datenschutz?
      Da könnte ja auch mal was gesagt werden, was nicht für andere Ohren bestimmt ist.

  5. Helga/Rheinland sagt:

    Liebe Agnes,
    ich bin keine Juristin und für mich stellt die DSGVO ein Rätsel dar, das ich nicht wirklich entschlüsseln kann. Es gibt so viele Fragen und so viele unterschiedliche Meinungen im Netz.

    Ein kleines Beispiel: Einerseits heißt es, dass private Webseiten überhaupt nicht betroffen sind und andererseits heißt es, dass jede öffentliche Webseite personenbezogene Daten wie z.B. IP-Adressen speichert. Auch Kommentare in Blogs enthalten diese Daten.

    Klarheit liegt nun wirklich nicht vor und ich befürchte, dass zukünftig die Gerichte einzelne Punkte entscheiden werden, sobald die ersten kostenintensiven Abmahnungen verhandelt werden.

    Nein – diese Unsicherheiten sind nichts für mich, denn ich benötige für mein reales Leben genug Kraft und verschwende sie nicht im Internet. Meine Webseite bleibt in dieser unklaren Situation geschlossen – so sehr ich es auch bedaure!

    Ich wünsche Dir sehr, dass Du auf Deiner Webseite alles richtig gemacht hast und keinerlei Probleme zu erwarten sind!

    Ein lieber Gruß von Helga

    • Agnes sagt:

      Gestern war ein riesiger Bericht in unserer Zeitung, ein ortsansässiger IT-Fachmann, der für viele Firme und Vereine Websiten erstellt, sagte da u. a.

      „Wenn man 30 Experten fragt, bekommt man 30 verschiedene Antworten“

      Ja wie sollen wir dann dieses Gesetzt verstehen?

      Woanders las ich „der beste Schutz vor der DSGVO ist die DSGVO selbst“ weil keiner sie richtig versteht, kann eigentlich auch keiner klagen.

  6. Nachtrag, diese SSL Verschlüsselung ist wirklich kostenlos…. soll jetzt keine Werbung sein, sondern ist eher als Hilfestellung gedacht… leider etwas kompliziert in der Einrichtung und ein Apache Server ist Vorraussetzung…

    https://letsencrypt.org/

    https://www.heise.de/security/meldung/Let-s-Encrypt-stellt-jetzt-mehr-als-die-Haelfte-aller-SSL-Zertifikate-aus-4029922.html

  7. karl sagt:

    schon an den wenigen Kommentaren sieht man, wie unterschiedlich die Auslegungen sind, privat oder nicht privat, Impressum oder nicht. Datenschutzverordnung ja oder nein.
    Da sind sich die Juristen selbst nicht ganz einig ;-)
    Zur SSL es gibt ein kostenloses Zertifikat lediglich die Umstellung kostete mich 10.-€
    Ich persönlich war schon immer ein Verfechter von einem Impressum auf den Internetseiten wenn sie öffentlich sind, das heißt für jeden einsichtbar.
    Es wird sich alles einpendeln war beim Urheberrecht nicht anders. Was wurde hier im netz geklaut auf Teufel komm raus :-) Heute werde ich sehr oft schon angeschrieben, wenn jemand einen Text oder Spruch von mir verwenden möchte.
    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht wenn man sagt mein z.B. Blog ist „nur“ privat.
    Er sammelt ja trotzdem Daten von den Besuchern und um die geht es.
    Liebe Grüße
    Karl

    • Agnes sagt:

      Ja so ist es leider Karl, jeder weiß etwas anderes, und selbst Experten blicken nicht durch.
      Gestern war ein riesiger Bericht in unserer Zeitung, ein ortsansässiger IT-Fachmann, der für viele Firme und Vereine Websiten erstellt, sagte da u. a.

      „Wenn man 30 Experten fragt, bekommt man 30 verschiedene Antworten“

      Ein Impressum hatte ich immer schon, aber der Link war allerdings nur auf der Eingangsseite, jetzt baue ich meine Seite um, dass der Link zum Impressum und zum Datenschutz von jeder Unterseite aus zu erreichen ist.

      Im großen und ganzen habe ich das fertig, aber die Möglichkeiten zum Quereinstieg etc. da muß ich noch vieles überarbeiten.

  8. Mathilda sagt:

    Hallo liebe Agnes. Die DSGVO hat vielen Bloggern Angst gemacht, muss man aber nicht haben. Dennoch haben sie ihren Blog stillgelegt oder auf privat gesetzt.
    Du hast die Verordnung drin, das ist schon mal gut.
    Ein europäischer Cookie Banner fehlt noch, den sehe ich bei dir nicht.
    Wir brauchten das Widget nur an die betreffende Stelle im Blog ziehen, da sich WordPress doch gekümmert hat. Das war es auch schon. Name und Adresse ist absolut nicht nötig…wo bleibt denn da der Datenschutz. Reicht Mailadresse.
    Es ist nur mit dem Cookie Banner total doof, er lässt sich in vielen Blogs beim Kommentieren nicht wegklicken. Daran muss noch gearbeitet werden.

    LG Mathilda ♥

    • Agnes sagt:

      Die Verordnung kann uns aber auch nur Angst machen, denn wer hat sie schon komplett gelesen — und verstanden?
      Ein Cookie Banner kann ich nicht über die Widgets einsetzen, ich habe ja keinen WordPress Blog wie Du, sondern mein Blog wird selbstgehostet, und da muß ich mir den als PlugIn installieren, aber es gibt viele Plugins, und alles ist auf englisch, da bin ich unsicher welcher nun der richtige ist. Ich warte da noch auf eine deutsche Übersetzung.
      Ins Impressum MUSS Name und Adresse, das hab ich eh schon seit mehr als 20 Jahren auf meiner Website, außerdem sind diese Daten eh bei denic unter meiner Domain für alle offen zu sehen.

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