Kaljasin

Im Zuge der Industrialisierungspolitik unter Stalin wurde 1935 bis 1940 nahe Kaljasin ein neues Wasserkraftwerk erbaut.

Hierzu wurde die Wolga in diesem Bereich gestaut, was zur Vernichtung von Teilen des historischen Kaljasiner Stadtgebietes führte. Insbesondere wurde das ehemalige Dreifaltigkeitskloster einschließlich aller Kirchengebäude geflutet und verschwand vollständig unter Wasser des Uglitscher Stausees.

Das Gleiche geschah mit der 1800 erbauten Nikolaus-Kathedrale. Lediglich deren Glockenturm ist bis heute als Ruine erhalten und steht auf einer kleinen Insel im Stausee. Der ungewöhnlicherweise fast mitten im Wasser stehende Turm gilt heute als Hauptsehenswürdigkeit Kaljasins.

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4 Kommentare zu Kaljasin

  1. Helga/Rheinland sagt:

    Liebe Agnes!
    Ooooh – das erinnert mich an eine Reise vor Jahren zum Reschensee. Dort ragt auch ein Kirchturm aus dem Stausee und ist Wahrzeichen des Vinschgau. Schaut schon sehr sonderbar aus, wenn man das zum ersten Mal sieht.
    Ein Gruß von Helga

    • Agnes sagt:

      Ich fand es auch sehr beeindruckend mit dem einsamen Kirchturm, allerdings auch ein wenig traurig, dass ein ganzes Dorf wegen eines Kraftwerkes weichen mußte. Aber das ist im Sauerland bei den Talsperren ja auch nicht anders gewesen.

  2. Elke sagt:

    Den (Kirchenturm) Reschensee sind wie auch schon vorbei gefahren (lange ist es her).

    Aber an dem Kirchenturm der Nikolaus-Kathedrale bin ich noch nie vorbei gewesen.
    Kein Wunder das es die Hauptsehenswürdigkeit Kaljasins ist. Schaut sehr interessant und schön aus.
    Stalin habe ich nur in schlechter Erinnerung, schon als ich noch zur Schule ging, in dieser Zeit.
    Liebe Grüsse
    Elke

    • Agnes sagt:

      Gerade so vom Schiff aus, und bei der breit angestauten Wolga sah das schon bemerkenswert aus.
      Stalin hat etliche Dinge gemacht, die ich nicht unbedingt begreife, aber so weit ich weiß wird er von den Russen größtenteils sehr verehrt.

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