Franz, Andreas - "Letale Dosis"

~~ Julia Durant Reihe 3 ~~

Klappentext

Hart, psychologisch, abgrundtief! Rätselhafte Mordfälle mit exotischen Giften! Innerhalb kürzester Zeit werden drei angesehene Mitglieder der Religionsgemeinschaft "Kirche des Elohim" ermordet aufgefunden. Als Hauptkommissarin Julia Durant und ihre Kollegen Nachforschungen über die Toten anstellen, erfahren sie, daß sich hinter deren Maske der Wohlanständigkeit Machtmißbrauch und Demütigungen, Mißhandlungen und Lügengebäude verbargen. Mit eigenwilligen Methoden verfolgt die Kommissarin eine Spur, an deren Ende ein tragisches Schicksal und eine völlig überraschende Lösung steht.

Meine Beschreibung

Frau Durant und ihre Zigaretten

Es ist dritte Band der Julia Durant Reihe - ich habe die beiden ersten auch gelesen. Ob die Reihenfolge wichtig ist, kann ich auch nach drei Büchern noch nicht sagen.

Der Autor hat mit diesem Buch durchaus einen spannenden Plot geschaffen, der den Leser dazu bringt, das Buch nicht wegzulegen. Die Story an sich ist sehr interessant und überzeugend. Die Geschichte mit den raffinierten Morden mit den exotischen Giften ist sehr gut ausgeklügelt.

Ansonsten hat Andreas Franz einen sehr einfachen Schreibstil, und ergeht sich leider zu oft in Banalitäten und Wiederholungen.

Seine Hauptfigur Julia Durant wird gut beschrieben, mich stört es auch nicht, dass er ihr viel Raum gibt um über ihre Alltagsgewohnheiten zu beschreiben. Was sie einkauft, wo sie es hinpackt, was sie gerade ißt oder trinkt usw. Und wenn sich das alles immer wiederholt, dann nervt es letztendlich.

Der Satz "sie steckte sich eine Gauloise an, inhalierte und blies den Rauch aus" kam gefühlte 1.000 mal vor. Ich bin bin Nichtraucherin, und mir ging das ständige Gequalme im Krimi irgendwann gewaltig auf die Nerven. Wurde dieser Roman eigentlich von der Zigarettenindustrie gesponsert? (Davidoff, Dunhill, Gauloise, Marlboro, Rothändle, alles wurde erwähnt)

Der Satz "zu Schlitzen verengte Augen" wiederholte sich ebenfalls so oft, daß es albern wurde. Und den Tagesablauf der Kommissarin immer wieder zu beschreiben ist schlicht langweilig. Es beginnt morgens mit dem Wechseln der Unterhose und hört abends auf mit dem ausknipsen der Nachttischlampe auf. Wie viele Käse- und Salamistullen hat sie eigentlich in dem Buch vertilgt? Dazu trinkt sie jede Menge Dosenbier.

Gab es bei dem Buch keinen Lektor, der diese Anhäufung von Wiederholungen streichen konnte.

Das Ende hat mir nicht gefallen, es bleiben für mich zu viele Fragen offen.


Fazit: Trotz allem, der Krimi ist sehr gut durchdacht, spannend geschrieben, durchaus lesenswert, aber leichte Kost halt.




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