Kloster Heisterbach

Bei Franka hatte ich vor einiger Zeit über das Kloster Heisterbach gelesen, so dass ich es auf unsere „wollen wir mal besuchen Liste“ setzte. Bei unserem Kurzurlaub zum Rhein bot es sich jetzt an dieses Kloster auch zu besichtigen.

1189 wurde die ehemalige Zisterzienser Abtei auf dem Petersberg gestiftet und 1192 in das Tal nach Heisterbach verlegt.

Die 1202 errichtete Abteikirche der Zisterzienser war 88 Meter lang und damit 24 Meter länger als der gotische Altenberger Dom. Damit war diese Kirche auch größer als jede der großen romanischen Kirchen Kölns (so stand es dort auf einer Tafel).

Nach Aufhebung aller Klöster in der Säkularisation wurde diese herrliche Kirche 1809 an den französischen Unternehmer Piautaz verkauft, der hier Steine für den Bau des Nordkanals zwischen Venlo und Neuss brach. Auch die Festung Ehrenbreitstein wurde mit Steinen des Klosters Heisterbach gebaut.

Der preußische Oberpräsident verbot 1818 endlich den weiteren Abbruch. Lediglich die Chorruine, die heute noch in der Klosterlandschaft steht, blieb daher verschont.

1918 erwarb die Genossenschaft der Cellitinnen das gesamte Anwesen, damit zog wieder klösterliches Leben in die alten Mauern ein.

Am 18. Oktober 1984 wurde die „Stiftung Abtei Heisterbach“ gegründet. Sie hat sich die Pflege und Erforschung dieses Kulturerbes zur Aufgabe gemacht.

Die Außenmaße der ursprünglichen Kirche sind heute durch helle Steinplatten sichtbar gemacht.

~~ Bitte Vorschaubilder anklicken ~~

Kloster Heisterbach

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Landkarte

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12 Antworten zu Kloster Heisterbach

  1. ute42 sagt:

    Eine sehr interessante Klosterruine. Schöne Aufnahmen hast du gemacht. Die Lage scheint ja auch herrlich zu sein, wie man auf der Karte erkennt.

    • Agnes sagt:

      Schade, dass man seinerzeit die Kirche abgerissen hat, die Chorruine besagt, dass es wohl eine sehr schöne Kirche war.

  2. do sagt:

    Wie konnte man nur? Aber alte Mauern wurden in dieser Zeit vielerorts geschleift und als Steinbruch benutzt.
    Die Überreste des Chors der alten Kirche stimmt mich irgendwie traurig, und mit der neuen 50er-Jahre-Kirche kann ich mich nicht anfreunden (muss ich ja auch nicht).
    Dein Bildermosaik führt übrigens nicht wie üblich bei dir auf die Webseite. Ich habe die wunderschönen Bilder zwar gefunden, aber es war ein bisschen „Arbeit“ :zwinker:
    Herzlich, do

    • Agnes sagt:

      Hallo Do, danke für den Hinweis, wie konnte mir das nur passieren.
      Rechts in der Navileiste ist ein Button „Neues auf meiner Webseite“ dort kommst Du auf die Übersicht, was alles neu auf meiner Webseite ist, dort hättest Du Kloster Heistebach gefunden (kleiner Hinweis, falls mir das mal wieder passiert).
      Ich finde es auch sehr traurig, dass man die Kirche einfach abgerissen hat.
      Eigentlich sollte man die Kirche heute wieder aufbauen, wenn ich daran denke, was in den neuen Bundesländers alles wieder aufgebaut, wo aber nicht an Bausubstanz mehr vorhanden war.
      Die Universitätskirche in Leipzig, jetzt in Berlin das Schloß, die Gebäude in Potsdam, in Quedlinburg, in Wismar, ich habe sehr oft den Kopf geschüttelt in den letzten Jahren als ich erlebte, dass Geld ausgegeben wird für den völligen Wiederaufbau.
      Etwas erhalten ist in Ordnung, dafür bin ich allemal, aber wenn ein Gebäude abgerissen wurde, dann muss das nicht wieder aufgebaut werden.

  3. Werner sagt:

    Hm, da wollte ich schon immer mal hin, habe es aber meistens aufgeschoben und dann ganz vergessen.
    Ietzt schaue ich mir die Bilder an und nehme mir mal wieder vor dort hin zu fahren.
    Danke für das Erinnern.

    Grüßle Werner

    • Agnes sagt:

      Ich habe gelesen, dass die Renovierungsarbeiten noch gar nicht so lange vollendet sind, von daher sei froh, dass Du noch nicht da warst.
      Aber jetzt ist alles fertig und schön, auch eine Restauration ist in einem der Gebäude untergebracht, ist ja auch wichtig, dass man versorgt wird!
      :essen:

  4. Georg sagt:

    In früheren Zeiten hatte man wenig Sinn für alte Kulturgüter. Zum Glück ist wenigstens ein Teil des Chores erhalten geblieben. Für uns Fotofreunde ist das natürlich ein tolles Motiv, auch wenn es traurig ist, dass von dem mächtigen Gotteshaus nur noch so wenig vorhanden ist.

    LG, Georg

    • Agnes sagt:

      Das Motiv ist zweifellos ein Glückstreffer für uns Fotografen, aber leid tut es mir schon um so ein herrliches Kirchengebäude.
      Vor allem wenn es für etwas so profanes wie einen Kanal zerstört wurde.

  5. Gerd sagt:

    Ja ja, der Zahn der Zeit machte auch hier nicht halt. Schade, denn das war bestimmt eine prächtige Kirche.

    LG, Gerd

    • Agnes sagt:

      Man sollte sie wieder aufbauen, oder?
      Wenn ich sehe was in den neuen Bundesländern alles wieder aufgebaut wird, selbst da wo keinerlei Bausubstanz mehr vorhanden war.
      Siehe auch meine Antwort oben an Do.

  6. Franka sagt:

    Ich denke, jetzt sollte man sie lassen, wie sie ist, die Klosterruine. Sie ist ja auch der Inbegriff der Rheinromantik. Ansonsten muss man in den heutigen Zeiten gut überlegen, wofür das Geld ausgegeben wird. Da gäbe es auch einiges, wo ich Geld für den Abriss angemessen fände ;-) Und im Osten sollte man es jetzt auch mal gut sein lassen.

    • Agnes sagt:

      Ich bin ja auch der Ansicht, dass man immer gut abwägen soll, was erhaltenswert ist, und das auch gut umsetzen, und einiges muss man halt so erhalten wie es ist.
      In diesem Fall bin auch entschieden der Meinung, dass man die Ruine so belassen soll.
      Meine Worte oben in den Antworten waren eher sarkastisch auf die übertriebenen Wiederaufbaumaßnahmen im Osten gemeint.
      Daran gemessen müßte man nämlich auch jede Rheinburg wieder aufbauen.

      Eine wunderschön Klosteranlage ist das jedenfalls, und wir waren nur Dank Deiner Infos dort!
      Dafür möchte ich Dir noch einmal an dieser Stelle danken.
      Auch Burghausen im letzten Jahr haben wir nur besucht, weil ich die Informationen bei Dir gelesen hatte.

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