Ehemalige Residenz der Fürstbischöfe zu Münster „Schloß Ahaus“

Gestern habe ich mich mal wieder mit meinem Foto-Freund Rolf getroffen. Das Wasserschloß Ahaus war unser gestriges Ziel.

Schloss Ahaus ist ein ehemaliges Residenzschloss der Fürstbischöfe von Münster, es befindet sich im Herzen der Stadt, es ist nicht nur Wahrzeichen, sondern auch deren Mittelpunkt der Stadt.

1688 wurde die im 11. Jahrhunderts errichtete Burg abgerissen. Der Neubau in Form eines barocken Wasserschlosses wurde 1690 fertiggestellt. Die Gesamtanlage inklusive Schlosspark wurde erst 1718 fertiggestellt.

Nach der Zerstörungen im Siebenjährigen Krieg ergänzte Johann Conrad Schlaun 1765 bis 1767 in der Gartenfront einen Mittelrisalit mit großer, doppelläufiger Freitreppe. Das Schloss diente den Fürstbischöfen von Münster als Sommerresidenz.

Im 19. Jahrhundert beherbergte das Schloss unter anderem eine Tabakfabrik. 1945 wurde es bei einem Bombenangriff getroffen und brannte völlig aus.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erwarb der Kreis Ahaus die Ruine und begann mit dem Wiederaufbau, so dass die Kreisberufsschule Ahaus ins Schloss einziehen konnte. Der Schlosspark ging in das Eigentum der Stadt Ahaus über. Heute ist das Schloss Sitz der Technischen Akademie Ahaus und beherbergt zudem das Torhaus- und das Schulmuseum.

Sehr schön ist auch ein Besuch des Schlossparks mit seinem uralten Baumbestand und dem hübschen Teehäuschen.

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Wander-Tipp

Wander-Tipp

Selten stimmt den Menschen froh
nur stur zu wandern auf Plateau,
dagegen bringt ihn stets auf Trab,
kunterbuntes Auf und Ab!

Deutlich sieht des Himmels Plan
man auch der Lebens-Landschaft an:
konsequent führt allemal
der Weg zum Gipfel erst durchs Tal.

So kannst du jederzeit erproben:
ohne Unten gibt´s kein Oben!
(..auch sollt man für Halbhöhenlagen
dem Herrgott ruhig mal Danke sagen!)

© by KarlHeinz Karius
(*1935)

Bitte das Copyright des Autoren beachten!

Ich bedanke mich bei KarlHeinz Karius, dass ich seine Texte verwenden darf.

Weitere Gedichte von KarhHeinz Karius auf meiner Website


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Höhlenwohnungen

Eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit fanden wir ein wenig abseits der Hauptstraßen im Harz.

Per Hand in den weichen Sandstein hineingeschlagene Wohnhöhlen.

„Sind wir bei den Hobbits gelandet?“ fragten wir uns, als wir die Wohnungen sahen.

Die Höhlenwohnungen im Harz sind deutschlandweit etwas einmaliges.

Bis vor 100 Jahren wohnten in den Wohnungen teilweise noch Menschen.

Heute ist das Gelände ein Museum.

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In den Höhlen war es so dunkel, dass ich selbst mit 1600 ISO keine brauchbaren Fotos machen konnte. Um einen kleinen Eindruck zu vermitteln zeige ich mal drei Versuche.


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Im Bodetal

„Hier ist der Welt Geräusch verklungen.
Hier leb ich dir allein, Natur.
Bis hierher ist kein Streit gedrungen.
Hier herrscht der tiefste Friede nur.“

Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil
(28. März 1783 – 4. September 1859)

Sind das nicht schöne Worte, die der Autor vor ca. 200 Jahren für das kleine Örtchen Treseburg fand?

Wie treffend sie sind, davon konnten wir uns bei einem Besuch in Treseburg überzeugen. Der Ort liegt umgeben von unberührter Natur in verträumter Abgeschiedenheit inmitten des sagenumwobenen Bodetals.

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Die Häuser können nur über eine schmale Fußgängerbrücke von der Straßenseite aus erreicht werden.

Zur Überraschung sehen wir allerdings einen LKW zwecks Belieferung vor dem Restaurant stehen. Der verließ Treseburg durch eine Furt.

Danach herrschte wieder eine unbeschreibliche Stille im Bodetal.


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Titan RT – die weltweit längste Hängebrücke Ihrer Art!

Vergangene Woche sind wir ziemlich kurzentschlossen zum Harz gefahren.

Seit 2017 die Hängebrücke Titan RF eröffnet wurde, träume ich davon einmal auf dieser Brücke die Rappbode-Talsperre zu überqueren.

Angst, dass ich mir das nicht zutrauen würde hatte ich eigentlich nicht, und so spektakulär und aufregend, wie ich es erwartet hatte, war es dann auch nicht. Da es eine Seilhängebrücke ist, schwingt sie ununterbrochen, mitunter hatten wir das Gefühl ein paar Gläser Wein getrunken zu haben.

Das insgesamt 483 m lange Bauwerk gehört zu den längsten Fußgängerhängebrücken der Erde und hat mit 458,5 m das wohl längste frei überspannte Teilstück aller derartigen Brücken.

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Das insgesamt 483 m lange Bauwerk war nur kurze Zeit die längste Fußgängerhängebrücken der Erde. Als in der Schweiz die Charles Kuonen Hängebrücke eröffnete, wurde zwar die Bauwerkslänge um 11 Meter (494 m) überboten, jedoch ist die Titan RT weiterhin die Brücke mit der längsten Stützweite.

An der Brücke warten noch weitere Adrenalin-Kitzel auf die Besucher.

Die Doppelseilrutsche Megazipline, mit einem Kilometer Länge die längste Doppelseilrutsche Europas. Die Gäste überfliegen mit bis zu 85 km/h Spitzengeschwindigkeit zuerst die Titan-RT um dann durch das Rappbodetal, bis zum 1000 Meter entfernten Zielpunkt zu gleiten.

Und wer noch mehr Nervenkitzel braucht, der kann auch Gigaswing machen, eine Art Bungee-Jumping.

Direkt unter der Brücke stürzen sich die wagemutigen Teilnehmer fast 75 Meter in die Tiefe. Nach einem aufregenden Freifall, pendeln die Gäste sanft aus und werden dann wieder hochgezogen.

Ich habe versucht den Absprung zu fotografieren, und die beiden noch so gerade im Bild erwischt.


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Der Wald gehört zu den besten Tankstellen

Der Wald gehört zu den besten Tankstellen,
wo man seine Batterien wieder aufladen kann.
Ernst Ferstl (*1955)

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O Fortuna

O Fortuna
velut luna
statu variabilis,
semper crescis
aut decrescis;
vita detestabilis
nunc obdurat
et tunc curat
ludo mentis aciem,
egestatem,
potestatem
dissolvit ut glaciem.

Wer kennt sie nicht, diese in mittellateinischen und mittelhochdeutschen Lied- und Dramentexte der „Carmina Burana“, die Carl Orff später vertonte.

Die Uraufführung war am 8. Juni 1937 in der Oper zu Frankfurt am Main, als fast auf den Tag vor 82 Jahren.

Aus Anlaß des 100-jährigen Bestehens des Sinfonieorchesters Münster sowie der Musikhochschule und der Westfälische Schule für Musik fand (findet) in Münster ein musikreiches Wochenende statt.

Höhepunkt war sicher gestern Abend das Scratch-Konzert in Münster auf dem Prinzipalmarkt. Rund 600 Sängerinnen und Sängern, die sich erst am Morgen im Theater Münster zu einer ersten gemeinsamen Chorprobe zusammenfanden führten gestern Abend, begleitet vom Sinfonieorchesters Münster, die stimmgewaltig „Carmina Burana“ auf. Dazu 2 Kinderchöre und einige Solisten des Theaters Münster. Alles unter der Leitung von Generalmusikdirektor Golo Berg, der auch diese Idee zu dem großartigen Musikerlebnis hatte.

Das Gemeinschaftserlebnis war überwältigend nicht nur für die Zuhörer, besonders für die Mitwirkenden. Der Riesenchor und das Sinfonieorchester wurden mit großem Jubel gefeiert.

Wir (mein Mann und ich) hatten uns als Mitsänger zu diesem Konzert angemeldet und es war ein grandioses Erlebnis. Eine Kamera hatte ich nicht dabei habe aber vor der Probe / Aufführung ein paar (schlechte) Handyfotos gemacht.

Wir standen vor dem Orchester, mit dem Rücken zum Dirigenten, und um seine Einsätze zu sehen waren seitlich große Bildschirme aufgestellt auf denen wir den den Dirigenten sehen konnten.

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Vor der Probe im Theater

Vor der Aufführung auf dem Prinzipalmarkt

Die Begeisterung im Chor nach dem Konzert war unbeschreiblich, Musik verbindet so ungemein.

Ich sagte anschließend zu meinem Mann, vielleicht sollten die Streitkräfte der Länder mal an Stelle eines Manövers die Carmina Burana gemeinsam aufführen. Das könnte für den Weltfrieden dienlicher sein.

Träume – leider.

Filmbeitrag der Lokalzeit vom WDR

Bericht in der WN (Westfälische Nachrichten), mit Fotos.

Fotostrecke der Aufführung, gestern Abend auf dem Prinzipalmarkt.

Fotostrecke der Generalprobe, gestern Mittag auf dem Prinzipalmarkt.

Fotostrecke der morgendlichen Probe gestern Morgen im Theater


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Es stand ein Veilchenstrauss

Es stand ein Veilchenstrauss an meinem Bette,
Der duftete mir zu gar süssen Traum:
Ich lag am Abhang einer Hügelkette,
Und überblüht von Veilchen war der Raum:

So viele wuchsen nie an einer Stätte,
Man sah vor ihrem Blau den Rasen kaum;
Da sprach das Herz: Hier ging mein Lieb, das traute,
Und Veilchen sprossten auf, wohin sie schaute.

Emanuel Geibel (1815 – 1884)

Weitere Gedichte von Emanuel Geibel auf meiner Website.

Veilchen Gedichte auf meiner Website.


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Das Herrlichste der Welt ist

Das Herrlichste der Welt ist,
einen neuen Tag zu sehen.
Maxim Gorki (1868 – 1936)

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unbekannte Honoki-Magnolie

Kürzlich waren wir im Botanischen Garten von Ibbenbüren. Ich kannte den bisher nicht, der liegt auch etwas versteckt außerhalb von Ibbenbüren.

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Besonders schön fand ich die Honoki-Magnolie (Magnolia hypoleuca). Die becherförmigen, cremeweißen Blüten sind 25 cm breit und haben eine extrem kurze Blüteperiode.


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