Naturparadies Beberbeck

Beberbeck liegt auf einer weit ausgedehnten Acker- und Wiesenfläche, die von Wäldern des Reinhardswalds umgeben ist.

Die Stadt Hofgeismar plante 2004 mitten im Reinhardswald eine Ferienanlage „Schloß Beberbeck Ressort“ zu bauen.
Zum Glück für den Reinhardswald, hat Hofgeismars Bürgermeister Heinrich Sattler keine Investoren gefunden, die dieses Projekt finanzieren wollten.
Niemanden, der 420 Millionen Euro für fünf Luxushotels, Wellness-Zentrum, 400 Villen und Ferienwohnungen in acht Märchendörfern, fünf Golfplätze, Trabrennbahn, eine künstliche Seenplatte mit Sandstränden ausgeben wollte.

Wer sich über das geplante Projekt informieren möchte, hier gibt es einen Trailer mit viel Information.

Dieses Projekt habe ein „hohes Zerstörungspotenzial für ein Naturjuwel“, wie es Beberbeck und der Reinhardswald darstelle, so die Worte der Gegner diese Projektes.

Schaut Euch mal die Photos an, wäre das nicht ein Jammer gewesen, wenn das alles für dieses Ferien Ressort geopfert worden wäre?

Huteallee bei Beberbeck

Das Bild ist verlinkt

Und die „Gesammelten Werke“ des Reinhardwaldes sind hier


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24 Antworten zu Naturparadies Beberbeck

  1. Rolf sagt:

    Stimmt Agnes, es muss nicht immer alles gebaut werden. So eine tolle Landschaft mit so alten Bäumen findet man nicht oft.
    Ich bin gespannt, wie die Volksentscheidung zu Stuttgart 21 ausgehen wird, ich brauche diesen Bahnhof auch nicht…
    Tschüss
    Rolf

    • Agnes sagt:

      Zu Stuttgart kann ich mir keine Meinung bilde, das weiß ich zu wenig drüber.
      Aber in ein so schönes Waldgebiet eine derart große Ferienanlage zu setzen, das kann nicht richtig sein.
      Wo sollen denn die 6.000 Gäste herkommen, die dort verweilen?
      Hast Du Dir den Trailer angesehen?
      Danach war mir klar, dieser Plan war schwachsinnig.

  2. Georg sagt:

    Hallo Agnes, das sind zunächst einmal ganz tolle Bilder, die Du uns hier zeigst. Es tut richtig gut, Dich beim Gang durch dieses wunderschöne Gebiet virtuell zu begleiten.

    Und das alles sollte für kommerzielle Zwecke geopfert werden, für eine Luxusferienanlage, die wahrscheinlich kein Mensch braucht. Gut, das niemand gefunden wurde, der bereit gewesen wäre, dafür sein Geld zum Fenster herauszuwerfen. Soll es doch bitte bleiben wie es ist. Wenn Deutschland etwas hat, was uns als Urlaubsland attraktiv macht, dann sind es unsere Wälder, unsere vielfältigen Landschaften, die alten Kulturgüter und die teilweise wunderschönen Städte. Um das zu erleben reichen konventionelle Hotels und Gasthofe, wie sie hierzulande üblich sind, völlig aus.

    Danke für Deinen überzeugenden, kritischen und wachrüttelnden Beitrag!
    LG, Georg

    • Agnes sagt:

      Ich glaube diese Huteallee und die Baumreihe auf dem Friedhof sind zu jederzeit ein wunderbares Motiv, aber jetzt im Herbst scheint es mir dort besonders schön zu sein.

      Ich finde auch auch, dass niemand so ein Ferien Ressort gebraucht.
      Hessen ist nicht Dubai, wo sich ja derartige Massen an Urlaubern finden, aber das Wetter und die gesamte Infrastruktur sind dort auch anders.

      Wir können uns gar nicht vorstellen, wie die 6.000 Betten belegt werden sollten, wie die Gäste dorthin kommen sollten.

      Hast Du den Trailer angeschaut? Das lohnt sich.

      • Georg sagt:

        Ja, ich hab’s mir angesehen. Wirklich sehenswert! Das scheint mir wohl ein Fall von Größenwahn zu sein. :sad: Gut, dass da niemand ernsthaft in Erwägung zieht, in dieses Projekt einzusteigen. Ludwig II von Bayern lässt grüßen.

        LG, Georg

        • Agnes sagt:

          Gell, das mit Ludwig II war gut.
          Ich hatte vorher noch nicht von dem Projekt gehört, erst als ich mich mit unserem Kurzurlaub befaßte fand ich endlose Berichte zu dem Thema Ferien Ressort.
          Und nachdem ich die wunderschöne Natur dort gesehen hatte, konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie jemand auf die Idee kommen konnte das alles zu zerstören.
          Die angesprochenen Investoren hatten wohl genug Erfahrung um zu wissen, dass man ein Ferienparadies in der Größe und in dem Umfang dort nicht errichten kann.

  3. ute42 sagt:

    Es wäre wirklich jammerschade, wenn diese herrliche Natur einem Feriendorf weichen müsste.
    Gut, dass kein Geldgeber gefunden wurden. Hoffentlich bleibt das auch so.

  4. Dagmar sagt:

    Hallo Agnes,
    wunderschöne Photos zeigst du uns. Welch ein Segen für die Landschaft das sich keine Investoren gefunden haben,es wäre zu schade wenn die Natur zerstört worden wäre. Ich hatte noch nie von diesem Ort gehört.
    LG Dagmar

    • Agnes sagt:

      Kennst Du denn den Reinhardswald?
      Die gesamte Ecke ist einfach traumhaft, allerdings nur für Menschen die Natur und vor allem die Bäume lieben.
      Wir würden gerne noch mal für ein zwei Tage dorthin fahren.

  5. Kerstin sagt:

    Du hast REcht – es ist gut dass sich der Profit hier nicht durchsetzen konnte!!! Diese Allee ist wunderschön!!! Und ich hoffe dass sie ewig sein darf!!

    Wo soll der Mensch denn noch überall wellnessen müssen?? Na ok, ich bin da eh kein Freund von – und ziehe die Natur jedem Wellnesstempel vor – aber ich finds prima dass sich hier der allgemeine Trend nicht etablieren konnte!

    LG Kerstin

    • Agnes sagt:

      Ich denke auch für solche Hotelanlagen war dieses Naturparadies nicht der richtige Ort.
      Der Reinhardswald ist nicht Dubai wo man solche Dinge bauen kann.
      Und müssen es gleich 6000 Betten sein?
      Ein Hotel mit 100 Betten reicht doch auch, dafür könnte man ja evtl. die leider nicht gut erhaltenen Gebäude des Beberbecker Schlosses herrichten.
      Da wäre bestimmt genug Platz für Wellness.

  6. Kerstin sagt:

    Traumhafte Fotos, daran kann man sich ja gar nicht sattsehen. Es ist so schade, wenn sowas zerstört wird…

    LG, Kerstin

  7. Gerd sagt:

    Mensch Agnes, die Ausbeute an Nebelbildern ist ja größer wie meine aus dem Nebelwald von La Gomera. So schlecht finde ich die aber jetzt nicht. Den Reinhardswald setze ich jedenfalls auch mal auf mein ToDo-Liste, Deine schönen Photos haben jedenfalls mein Interesse geweckt. ;-)

    LG Gerd

    • Agnes sagt:

      Ich finde den Unterschied meiner Photos zu der Realität der Nebelbilder aber doch stark.
      Gibt es einen Tipp wie man am besten vorgehen sollte?
      Besser eine große Blende oder eine kleine??
      Ich habe mehreres ausprobiert, ohne dass ich einen großen Unterschied sehe.
      Den Reinhardswald mit all seinen schönen Gegenden kann ich Dir sehr für einen Kurzurlaub empfehlen.
      Wer Natur, vor allem alte Bäume liebt, ist hier genau richtig.
      Würde mich freuen mal von Dir Bilder aus der Gegend zu sehen.

      • Gerd sagt:

        GELESEN!!! Nebel ist wirklich schon schwer zu fotografieren und da hilft nur ausprobieren. Längere Belichtungszeiten mit einer kleine ISO (natürlich Stativ) und den Weißabgleich auf Nebel drehen (7.500-8.500 K) dann solltest Du schon in die richtige Richtung steuern. ;-)

        • Agnes sagt:

          Danke Gerd, das ist wenigstens mal ein Tipp.
          Weißabgleich mache ich immer nur automatisch, hab ich noch nie manuell gemacht.
          Kleine Iso und relativ lange belichtet habe ich bei meinen Bildern.
          Ich werde in der Richtung noch mal ein wenig probieren.

          Wo bleibt denn nur der Nebel??? :gruebel: :confused:

  8. do sagt:

    Ein Glück, dass niemand die Millionen investieren wollte. Deine wunderschönen Fotos wären ungemacht geblieben. So konnte ich sie geniessen. Die Bäume des Friedhofs sind traumhaft, und erst die Nebelbilder – fantastisch.
    Herzlich, do

    • Agnes sagt:

      Als wir morgens aufstanden und den Nebel sahen, haben wir sofort entschieden nach dem Frühstück nach Beberbeck zu fahren, und erst danach zum Urwald Sababurg.
      Ich vermutete, dass der Nebel in dieser Allee und auf dem Friedhof besonders gut aussieht.
      Aber vor dem Frühstück hab ich erst noch die Nebelbilder rund um die Trendelburg gemacht.
      :ja: :augenklimper:
      Wegen des Ferien Ressort, das kann ich gar nicht verstehen, dass es überhaupt Leute gab, die dieses Projekt für realisierbar hielten.
      Ein Glück für die Natur, dass sich kein Investor fand.

  9. aNette sagt:

    Eine traumhafte Allee gibt es dort, so viel steht schon mal fest. Und über allem liegt ein Schleier von Nebel. So zart, so schön. :autumn: lg aNette

    • Agnes sagt:

      Ich bin kein Meister von Nebelphotos.
      Das sah real noch viel besser aus, ich weiß nicht wie man Nebel am besten photographiert.
      Die Huteallee war unbeschreiblich schön anzusehen.

  10. Anne sagt:

    Achja, das sit das Leidvolle in dieser Welt.. alls muss immer besser, größer, weiter, schneller sein und darüber verliert sich oft der Blick auf das Wesentliche. Bloße Natur kann doch so schön sein – deine Bilder beweisen das eindrucksvoll Agnes!

    LG, Anne

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