Was passiert heute in Schweden?

Im Adventskalender 2011 von muensterland.de tauchte die Frage auf:

Was passiert am 13. Januar in Schweden?

  • Gänse fliegen in den Süden
  • Weihnachtsbäume fliegen aus dem Fenster
  • Die Königsfamilie fliegt in den Urlaub

Ich gestehe, dass ich spontan keine Ahnung hatte, alle drei Antworten klangen irgendwie zu unvernünftig.  Aber —- dank Internet fand ich die Antwort.

In Schweden endet die Weihnachtszeit am 13. Januar, dem Knutstag.

In großen Teilen des Christentums dauert die Weihnachtszeit dreizehn Tage, sie beginnt am 1. Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) und endet mit dem Tag der Heiligen drei Könige (6. Januar).

In Schweden, Norwegen und Finnland jedoch dauert die Weihnachtszeit ganze zwanzig Tage und endet somit erst am 13. Januar, am St. Knutstag.

Dann werden traditionell die Kerzen und der Schmuck von den Weihnachtsbäumen entfernt.
Dies findet meist in einem feierlichem Rahmen statt, der in der Plünderung der übrig gebliebenen Süßigkeiten, mit denen die Bäume verziert waren, endet.
Insbesondere für die Kinder ist das noch einmal ein festlicher Höhepunkt.

Anschließend werden dann die Bäume aus der Wohnung befördert, der abgeschmückte Tannenbaum wird einfach auf die Straße geschmissen.

Es empfiehlt sich also, für alle die in Schweden unterwegs sind, an diesem Tag vorsichtig zu sein. Ein Blick nach oben kann vor unangenehmen Überraschungen schützen.


Dieser Beitrag wurde unter dies und das, info abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

28 Antworten zu Was passiert heute in Schweden?

  1. Monika sagt:

    Knutstag am Freitag dem 13ten … dann gehe ich heute nicht in die Stadt … ist ja schlimmer als die schwarze Katze ;-)

    Ich wünsche ein fröhliches Wochenende
    Liebe Grüße
    Monika

    • Agnes sagt:

      Die 13 ist meine Glückzahl (falls es das überhaupt gibt). :augenklimper:
      Ich habe an einem 13. meine Führerscheinprüfung gemacht, hatte 12 Fahrstunden, die Prüfungsfahrt war also die 13. Fahrstunden, da habe ich mir gewünscht als 13. zu fahren, aber das hat leider nicht geklappt.
      Jedenfalls habe ich meinen Führerschein auf Anhieb bekommen, und seit dieser Zeit ist die 13 meine persönliche Glückszahl.

  2. Liebe Agnes,
    bei uns stehen die Weihnachtsbäume noch alle vor der Tür. Wegen Personalmangels dauert
    alles länger. Ich weiß ja, dass die abgeschmückten Bäume in den Zoo kommen. Für Elefanten
    noch ein kleines Knabbervergnügen. Ein Teil wird aber auch verschreddert und daraus wird
    Wärme. Bis dahin ist aber noch viel zu tun. Es gibt Tannen, wo noch Schmuck und sogar die
    Lichterkette noch dran ist. Ansonsten wohn ich draussen. So ein Wurfgeschoss kann mir nur
    an den Kopf fliegen, wenn ich mal in die City fahren muß, lach.
    Heute ist in meinem Blog wieder alles okay; da lacht das Herz.
    Hab mir heute Rätselhefte -engl. und französ. Sprache- mitgebracht ….. oi, das macht Spaß.
    Natürlich mehr, als einmal :wisch: oder :staubsaugen: oder :spuelen: etc.
    Natürlich muß das sein; doch könnte fleissiger sein.
    Ach ja, ist ja Mittag, erstmal kochen :kochen: , essen, :kochen:
    ach herrje, es kommt von oben :regen: Erstmal gucken ….. usw. usw….
    Ein Tag für einen Faulpelz ist viel zu kurz :cold:
    Liebe Grüße zu Dir – Deine Margot

    • Agnes sagt:

      Bei uns werden morgen die Tannenbäume eingesammelt.
      Das machen immer Jugendgruppen, die den Erlös dann einem guten Zweck zur Verfügung stellen, in diesem Jahr z. B. für ein Projekt in Rumänien, was von einem hiesigen Pfarrer betreut wird.

      Wir haben heute morgen den Weihnachtsbaum vom Schmuck befreit, und da sich die Nadeln beim Heraustragen schön verteilt haben, hab ich erst mal
      :kehren: :staubsaugen: :wisch:
      Aber jetzt freu ich mich, alles wieder schön sauber, und Zeit für
      :book: :noten:

  3. do sagt:

    Ich habe vor Jahren mal Fernsehwerbung des Möbelhauses gesehen. Darum habe ich gewusst was an Knut passiert.
    Herzlich, do

    • Agnes sagt:

      Ich kannte die Werbung nicht, und hatte auch noch nie von diesem Tag und seinen Ereignissen gehört.
      Tja, da behaupten böse Menschen immer, Internet macht einsam und dumm! :floet:
      :augenklimper:

  4. Helga/Rheinland sagt:

    Hallo Agnes!
    Bei uns sind die Weihnachtsbäume gestern abgeholt worden; wie immer wurden sie brav an den Straßenrand zur Biotonne gestellt. Schwedische Sitten sind bei uns noch nicht eingezogen und so fliegen die Bäume nicht durch die Fenster auf die Straße. :-))
    Ich wünsche Dir ein sonniges und unternehmungsfreudiges Wochenende.
    Liebe Grüße von Helga

    • Agnes sagt:

      Solche Sitten kennen wir auch nicht.
      Allerdings hat mein Mann den Weihnachtsbaum auch nicht durch die ganze Wohnung gezerrt, er hat ihn auch über den Balkon geworfen, und dann an den Straßenrand gebracht.
      Das geht aber nur, weil wir erstens Parterre (leicht erhöht, daher Balkon) wohnen, zweitens die Anlagen das zulassen, dass man einen Baum runter fallen läßt.

  5. ute42 sagt:

    Das kenne ich auch aus der Fernsehwerbung des bekannten Möbelhauses :-)

    • Agnes sagt:

      Ich kannte weder die Sitte, noch die Werbung, die fiel mir in die Finger, als ich nach weiteren Infos zum Thema Knutstag suchte.

  6. Marianne sagt:

    Nu weiß ich warum sie ihre Bäume aus dem Fenster werfen, das ist ja mal eine tolle Info und 13 ist meine Hausnummer, aber heute hatte ich schon 3 x sehr unangenehmes…das reicht dann wohl.

    Hab ein schönes Wochenende und liebe Grüße

    Marianne :jubel: :jubel:

    • Agnes sagt:

      Man muss nur daran glauben, dann funktioniert das auch, sowohl mit den Glücks- wie auch mit den Unglückszahlen, das ist jedenfalls meine Meinung.
      Ansonsten ist es sicher ziemlich wurscht, ob der 13. auf einen Freitag oder einen Sonntag fällt.
      Dir auch ein schönes Wochenende.

  7. takinu sagt:

    Ich hätte spontan auf die Weihnachtsbäume getippt. Meiner fliegt auch noch. Am Sonntag – vom Balkon in den Garten – dann schlepp ich ihn zum Sammelplatz :floet:

    • Agnes sagt:

      Ich hätte eher geraten, dass die Königsfamilie in Urlaub fliegt, aber — Du hast ja recht, die werden wohl nicht jedes Jahr am gleichen Tag in Urlaub fliegen.
      Somit bleibt nur die eine Lösung über.
      Unser Baum ist soeben abgeholt worden.

  8. Lemmie sagt:

    Hallo Agnes!
    Am 13. Jänner ist es gefährlich, in Schweden auf die Straße zu gehen :bibber:
    Lieben Gruß
    Lemmie

  9. Georg sagt:

    Hallo Agnes,
    die Tradition des Knut-Tages in Schweden finde ich irgendwie lustig, wenn auch ein wenig gefährlich. Wenn die ausgedienten Bäume dann eingesammelt werden ist es in sofern gut, dass sie nicht in den Treppenhäusern ihre Spuren inform von Nadeln hinterlassen. Bei uns im Ort sollen wir die Bäume selber zu einem Sammelplatz bringen. Für diejenigen die einen Lieferwagen oder einen Trecker mit Anhänger haben, mag das ja OK sein. Aber was machen alle anderen? Nun, wir sind schon seit vielen Jahren dazu übergegangen, den Baum im Wohnzimmer an Ort und Stelle zu zerkleinern, in Säcke zu packen und nach und nach über der Biomülltonne zu entsorgen. :kehren: :staubsaugen: Das macht am wenigsten Dreck und Arbeit, und wir müssen uns an keinen Termin halten. Wohnten wir in Schweden, würden wir den Baum aber sicher auch aus dem Fenster werfen. :augenklimper:
    LG, bereits ohne Weihnachtsbaum,
    Georg

    • Agnes sagt:

      Das ist nicht schön, wenn bei Euch die Bäume alle zu einem Sammelplatz gebracht werden müssen.
      Da haben wir hier ja ein totales Luxusangebot, wenn die jungen Leute die Bäume einsammeln, das wußte ich bisher gar nicht so zu schätzen.
      Wie ich weiter oben schon schrieb, wir werfen auch unseren Weihnachtsbaum über den Balkon, aber halt nicht auf die Straße

      Allerdings hat mein Mann den Weihnachtsbaum auch nicht durch die ganze Wohnung gezerrt, er hat ihn auch über den Balkon geworfen, und dann an den Straßenrand gebracht.
      Das geht aber nur, weil wir erstens Parterre (leicht erhöht, daher Balkon) wohnen, zweitens die Anlagen das zulassen, dass man einen Baum runter fallen läßt.

      Ich weiß gar nicht, wie die Nachbarn über uns das machen?
      Bisher sah ich noch keinen Baum von oben runter fallen, aber eigentlich ist das für die auch einfacher als den durch die Wohnung und das Treppenhaus nach draußen zu schleppen.

  10. uli b sagt:

    …knut …klar, da fliegen die w-bäume aus dem fenster ;-)) …gruß uli

  11. Novemberkind sagt:

    Die Legende vom Freitag den 13. muss wohl in Schweden entstanden sein. :ja:
    Auch bei uns fliegt der Weihnachtsbaum aus dem Fenster, allerdings viel früher.
    Dieses Jahr hatten wir nur ein winziges Tännchen im Topf, da war die Aktion nicht nötig.

    Wünsche dir ein schönes Wochenende, Agnes.
    Liebe Grüße. Bina :-)

    • Agnes sagt:

      Siehst Du einen Zusammenhang zwischen der Legende „Freitg der 13.“ und dem Knutstag, bzw. dem Weihnachtsbaum aus dem Fenster werfen?
      Hmm, könnte sein.

  12. Edith T. sagt:

    Das Abschmücken des Weihnachtsbaumes war für mich und meine Schwester immer eine lang erwartete Aktion.
    Bei uns zuhause wurde der Baum nicht nur mit Kugeln, Kerzen und selbstgebasteltetn Strohsternen geschmückt, sondern auch mit Fondantsternen (lecker), mit Schokolade überzogenen Geleekringeln (igitt), Schokoladen-Zuckerperlen-Zeugs und mit Kugeln, Zapfen u.a., die mit irgendeiner Crme gefüllt waren (ebenfalls lecker).
    Und das alles wurde abgenommen und durch 2 geteilt – sehr zu unserer Freude.
    Bei uns waren damals die Süßigkeiten sehr knapp und darum war das Abschmücken des Baumes am 6. Januar immer eine super Sache!
    Allerdings wurden die Bäume bei uns sehr diszipliniert entsorgt :zwinker:

    Liebe Grüße, Edith

    • Agnes sagt:

      Stimmt Edith, das war mir gar nicht mehr so präsent, bei uns wurden auch Schlickersachen an den Weihnachtsbaum gehangen, die wir beim Abschmücken dann verzehren durften.
      Die mit Schokolade überzogenen Geleekringel mochte ich sehr gerne, ich mag sie heute noch gerne.
      Wir entsorgen unseren Baum auch diszipliniert, obschon wie ihn vom Balkon runter werfen.
      Siehe auch oben, oder hier als Kopie:

      Allerdings hat mein Mann den Weihnachtsbaum auch nicht durch die ganze Wohnung gezerrt, er hat ihn auch über den Balkon geworfen, und dann an den Straßenrand gebracht.
      Das geht aber nur, weil wir erstens Parterre (leicht erhöht, daher Balkon) wohnen, zweitens die Anlagen das zulassen, dass man einen Baum runter fallen läßt.

      :totlach:

  13. Gabi sagt:

    Hallo Agnes,
    ich kannte das schon ..eben von der Ikea-Werbung..da wirds ja auch gesagt..

    Liebe Grüße
    Gabi
    PS: Achtung: neue URL

    • Agnes sagt:

      Dafür schau ich dann wohl zu wenig Werbung, ich kannte das nicht, fand aber das Filmchen sehr passend zum Thema.
      Danke für den Link.

  14. aNette sagt:

    Es gibt auch diese Variante:
    Weihnachten abschließen
    Das Fest der „Darstellung des Herrn“ wird vierzig Tage nach Weihnachten als Abschluss der Weihnacht gefeiert. Der frühere Name „Mariä Reinigung“ bezieht sich auf den Brauch des Festes: Nach dem Alten Testament galt die Mutter vierzig Tage nach der Geburt eines Sohnes als unrein.
    Seit 1960 wird der Tag auch im Abendland wieder als Fest gefeiert.
    Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon
    Knut kannte ich natürlich. Die Reklame gibt es sicherlich schon 10 Jahre, unser Weihnachtsbaum steht übrigens noch. lg aNette

    • Agnes sagt:

      Ich weiß Anette, dass es verschiedene Angaben zum Ende der Weihnachtszeit gibt.

      Bei der kath. Kirche galt früher Lichtmess (2. Februar) als Ende der Weihnachtszeit.
      Bei uns in der Pfarrkirche bleibt auch die Krippe heute noch bis zu diesem Tag stehe.
      Nach dem liturgischen Kalender allerdings endet die Weihnachtszeit im Kirchenjahr am Fest der Taufe des Herrn, das der Sonntag, der dem Hochfest der Erscheinung des Herrn (Epiphanie) am 6. Januar folgt.

      Meines Wissens hat die evangelische Kirche aber eine andere Traditionen, da bin ich aber nicht so sicher.

      Nach jüdischer Vorschrift galt die Frau nach der Geburt eines Knaben 40 Tage und nach der Geburt eines Mädchens 80 Tage als unrein (Lev 12,1–8), daher also die 40 Tage bis zum Fest Darstellung des Herrn (2. Februar).

      Aber diese Sache mit dem „unrein“ hat die kath. Kirche vor gar nicht so langer Zeit auch noch praktiziert, als ich Schulkind war, war das noch so.

      Eine wirklich grausame und erniedrigende Unsitte war das.

Kommentare sind geschlossen.