Die Kapelle

Die Sankt-Remigius-Kapelle (Wurmlinger Kapelle) im Landkreis Tübingen war für Ludwig Uhland Inspiration für das Gedicht „Die Kapelle“ von Ludwig Uhland.

Von der am Fuße des Berges gelegenen Ortschaft Wurmlingen führt ein 1687 errichteter Kreuzweg zur etwa 130 Meter höher gelegenen Kapelle hinauf.

Uhland schrieb das Gedicht im September 1805, nach einem Spaziergang mit Freunden von Tübingen nach Wurmlingen.

Die Kapelle

Droben stehet die Kapelle,
Schauet still ins Tal hinab.
Drunten singt bei Wies‘ und Quelle
Froh und hell der Hirtenknab‘.

Traurig tönt das Glöcklein nieder,
Schauerlich der Leichenchor,
Stille sind die frohen Lieder,
Und der Knabe lauscht empor.

Droben bringt man sie zu Grabe,
Die sich freuten in dem Tal.
Hirtenknabe, Hirtenknabe!
Dir auch singt man dort einmal.

Ludwig Uhland (1787 – 1862)

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4 Antworten zu Die Kapelle

  1. do sagt:

    Der Gefallen an Uhlands Gedichten ist bei mir launenabhängig. Im Moment würde mir etwas Heiteres wohl besser gefallen. Aber dein Bild zum Gedicht ist toll.
    Herzlich, do

    • Agnes sagt:

      Es hat einen bestimmten Grund, dass ich dieses Gedicht gerade jetzt zeige.
      Ich schreibe Dir noch eine Mail dazu.
      :ja:

  2. Anne sagt:

    Jaja, die Kirche war halt schon von jeher das Zentrum des Mittelpunktes :-) Aber schön sieht das schon aus, das Kirchlein da oben auf dem Berg!

    LG Anne

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