Simultankirche

Der Dom St. Petri zu Bautzen befindet sich in der Bautzener Altstadt, gegenüber dem Rathaus. Er zählt zu den wichtigsten Kirchenbauten Sachsens und ist der älteste Kirchenstandort der Oberlausitz.

Seit der Reformation 1524 ist der Dom eine Simultankirche (römisch-katholisch und evangelisch-lutherisch), und war damit die erste Simultankirche Deutschlands und eine von drei derartigen Kirchen in Ostdeutschland. Nach langjährigen Streitigkeiten zwischen Lutheranern und Katholiken schlossen der Bautzener Rat und das Domstift 1543 einen Vertrag, der die Nutzung der Kirche durch beide Konfessionen regelte. Dabei wurde der Chor für den katholischen, das Langhaus für den evangelischen Gottesdienst bestimmt.

Diese Regelung gilt bis zum heutigen Tage. St. Petri ist die älteste und größte Simultankirche Deutschlands.

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11 Antworten zu Simultankirche

  1. Ingrid sagt:

    Ach, Simultankirche habe ich vorher noch nie gehört oder gelesen. Aber es ist sinnvoll, sie für alle zu nutzen.
    LG, Ingrid

    • Agnes sagt:

      Ich habe auch in Bautzen das erste Mal davon gehört. Wir haben uns dort in der Kirche längere Zeit mit einer Dame unterhalten wie das in der Praxis abläuft, und das scheint problemlos zu funktionieren, was ich bemerkenswert und wunderbar finde.

  2. minibares sagt:

    sehr interessant

  3. Anna-Lena sagt:

    Ich war zwar schon in Bautzen, aber diese Kirche habe ich nicht besucht. Schade – wenn ich so deine Bilder ansehe.
    Liebe Grüße!

    • Agnes sagt:

      Das ist schade, dass Du die Kirche nicht besucht hast. Sie ist mitten in der Stadt, gegenüber des Rathauses. Sie wurde in den letzten Jahren renoviert, vielleicht bist Du deshalb nicht darin gewesen.
      Es lohnt sich auf jeden Falls.

  4. uli b sagt:

    …sehr praktisch. und es zeigt, dass die menschen schon damals tolerant sein konnten!

    …gruß uli

    • Agnes sagt:

      Manchmal sind Menschen tolerant, leider nicht immer.
      Ich finde die Idee einer Simultankirche nicht schlecht, besser als wenn beide Konfessionen ihre Kirchen nicht unterhalten können und schließen müssen. So könnte man wenigstens eine weiter führen.

  5. do sagt:

    Seit 1543, und der Vertrag hat gehalten – ich staune und finde das toll.
    Herzlich, do

  6. Edith T. sagt:

    Offensichtlich funktioniert so etwas im Alltag besser, als uns so mancher weismachen will.
    Eine prima Sache ist das!
    LG Edith

    • Agnes sagt:

      Ich war sehr erfreut über das was man mir dort erzählte.
      Wenn sich das mal eingependelt hat läuft das wahrscheinlich, aber wenn so etwas neu angefangen wird, gibt es bestimmt am Anfang Probleme.

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