Das Ende der Blutbuche (2. Teil)

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Bereits 2013 rückte man mit Kettensägen der einst so schönen Blutbuche zu Leibe, oder besser zu Stamme. Hier ein Zeitungsbericht dazu.

Sie wurde dermaßen gestutzt, dass unter Baumfreunden schon damals der Gedanke aufkam „Warum?“ Wäre es nicht sinnvoller gewesen sie gleich ganz zu fällen, als diesen unschönen Torso in der Landschaft stehen zu lassen.

Es war zu offensichtlich, dass der Baum so keine Zukunft mehr hatte, und so rückte zwei Jahre später eine Mannschaft mit der Seilwinde an, um den Baum zu Fall zu bringen. Dazu im Baumregister nachzulesen.

Am letzten Wochenende hatte ich Gelegenheit das traurige Ende von Münsters markanter Blutbuche zu fotografieren.

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Da tröstet es auch nicht, dass vor kurzem eine neue Blutbuche neben dem liegenden Altbaum gepflanzt wurde.

Münster


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12 Responses to Das Ende der Blutbuche (2. Teil)

  1. Ingrid sagt:

    Das ist sicher sehr traurig, besonders, wenn man ihren ‚Werdegang verfolgt hat wie du und wenn man so eine Baumliebhaberin ist wie du. Da geht eine Ära zu Ende und bevor die neue Blutbuche ein Baum ist, vergehen viele, viele Jahre.
    LG, Ingrid

    • Agnes sagt:

      Baumfreunde aus Münster waren über den Kahlschnitt 2013 gar nicht glücklich, und ich teile die Meinung.
      Man hätte die Buche (genau wie die Bonibuche) natürlich sterben lassen sollen, das war nicht erforderlich, dem sterbenden Baum noch die Äste abzuhacken.
      Passieren konnte durch abbrechende Äste nichts, denn es war ja alles eingezäunt.

      • Ingrid sagt:

        Da kann ich dir nur zustimmen, denn auf dem Bild in deinem Nachtrag sieht sie wirklich schrecklich aus, so gar nicht, als ob man sie den natürlichen Weg gehen lassen wollte. Dass der Mensch doch ständig eingreifen und der Natur ihren Willen aufzwingen muss! :-(

        • Agnes sagt:

          Da hätte man sie, wie Wolfgang es schrieb (siehe mein Kommentar bei do), gleich 2013 fällen können.
          So war es letztlich nur Geldverschwendung.

  2. Werner sagt:

    Es gibt eine unumstößliche Wahrheit, das alles einmal ein Ende hat. Dieser Wahrheit müssen wir uns alle unterwerfen. Der letzte Tag des Sommers, der letzte Tag des Lebens,
    die letzte Seite eines guten Buches, der letzte Tag vergangener Freundschaften so könnte man die Reihe ewig weiter führen. Sicher ist das oft Traurig, aber das Leben geht weiter und neues Leben erwacht.

    Gruß Werner

    • Agnes sagt:

      Es geht nicht darum DASS der Baum stirbt (er stirbt ja schon lange), sondern wie.
      Ich berichtete ja im letzten Beitrag davon, dass „eigentlich“ beschlossen war den Baum natürlich sterben zu lassen.
      Aber dann wurde dem Baum 2013 mit der Kettensäge zu Leibe gerückt, ich habe oben einen entsprechenden Zeitungsartikel verlinkt, und das natürliche Sterben war zu Ende. Das ist der Punkt den ich nicht verstehe, und andere Baumfreunde auch nicht.

  3. do sagt:

    Den liegenden Baum eingezäunt, ein Schild dazu gestellt und gut ist? Nur für diejenigen, die vergesslich sind oder das wirkliche Ende der Buche nicht mitbekommen haben.
    Herzlich, do

    • Agnes sagt:

      Man hätte ihn 2013 nicht einen derartigen Kahlschlag ausführen sollen, das versteht keiner.
      Mein Baumfreund Wolfgang schrieb schon damals einen Bericht darüber, u. a.

      „Und in einer parkähnlichen Landschaft ein Torso hinterlassen, der höchstens noch als abstrakte Baumkunst anzusehen ist. Eine Beleidigung für alle Baum- und Naturfreunde in einem landschaftlichen Kleinod des Hofgartens!

      Da hat die Boniburgbuche an ihrem Lebensende mehr Glück gehabt !

      Reden wir zum Schluß mal über das zweite schlagende Kriterium, das heutzutage öffentliche Entscheidungsmerkmale betrifft: Die Finanzen ! Wem kann man klarmachen, daß vielleicht in 5 Jahren noch mal Kräfte anrücken, um mit öffentlichen Mitteln den maroden Stumpf gänzlich zu entfernen. “

      Es hat keine 5 Jahre gedauert, sondern nur 2.

      Hätte dieser Baum natürlich sterben dürfen, wie „meine“ geliebte Bonibuche, ich berichtete ja schon mehrfach darüber, wäre es sicher besser gewesen.

  4. minibares sagt:

    das tut weh
    aber wurde eine neue gepflanzt

  5. Roswitha sagt:

    Bei uns werden auch immer Bäume gefällt, was mir in der Seele weh tut. Gerade erst vor kurzem musste eine alte Trauerweide ihr Leben lassen, weil sie beim Bau neuer Parkplätze nur gestört hätte. Was ein Irrsinn!

    • Agnes sagt:

      Bei uns sollen jetzt in einer Wohnsiedlung alle Bäume gefällt werden, weil die Wurzeln den Wasser- und Gasleitungen zu nahe kommen und das wird dann gefährlich.
      Wieso man das vor 40 Jahren, als man die Bäume pflanzte, nicht wußte dass dort Leitungen liegen ist mir unklar.

      Dieser Baum stirbt ja schon etwas länger und man hätte ihn weiter natürlich sterben lassen sollen, statt des Kahlschlages und dem endgültigen Ende jetzt.

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