Weihnachtsmarkt

Glühwein und gebrannte Mandeln,
so mancher Kunde liebt zu handeln,
ein Kinderkettenkarussell,
für manches Kind zu hoch, zu schnell.

„White Christmas“ schrillt laut durch die Luft,
vermischt sich mit Rostbratwurstduft
und frischem Käse,
„Wie pikant“, seufzt eine Frau am Kaffeestand.

Die Menschen hetzen,
ja sie schieben,
suchen Geschenke für die Lieben.
Ein schneller Kauf,
schön eingepackt und auf der Liste abgehakt.

Zufrieden, satt,
randvoll die Tasche,
für Oma fehlt
die Glühweinflasche,
geht es nun weiter im Gedränge
der kaufbesessenen
Menschenmenge.

© Gaby Bessen

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anna-lena_weihnachtsmarkt

Ich bedanke mich bei Gaby, dass ich ihre Texte verwenden darf.

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10 Antworten zu Weihnachtsmarkt

  1. Werner sagt:

    Ich bin früher mit meinen Kindern immer auf den Weihnachtsmarkt in Stuttgart gegangen, es war immer schön. Schon die leuchtenden Augen der Kinder war Dank genug. Die letzten Jahre bin ich nicht mehr auf dem Weihnachtsmarkt gewesen, er ist so überlaufen, das man nicht mal mehr einen Glühwein trinken kann ohne das man angerempelt wird. Dann diese Anpöbeleien “ he Alter was guckst du“ und “ Scheiß Deutscher und Schweinefresser“ muss ich mir nicht antun. Hier auf dem Lande gibt es auch Weihnachtsmärkte, zwar klein aber fein. Da war ich jetzt schon auf einigen und es hat auch Spaß gemacht mit den Enkeln.

    Grüßle Werner

    • Agnes sagt:

      Wenn wir zum Weihnachtsmarkt gehen, dann nicht am Wochenende. Wir waren direkt in der ersten Woche in Münster auf dem Weihnachtsmarkt, da war es noch relativ leer und gemütlich.
      Wir treffen uns im Advent einmal hier im Ort mit Freunden in einem „Biergarten“ der im Winter zu einem „Glühweingarten“ umgestaltet wird, anschließend gehen wir zusammen essen, und das gefällt uns genau so gut wie das Schlendern auf einem Weihnachtsmarkt

  2. Anna-Lena sagt:

    Immer wieder gerne, liebe Agnes.
    Wir waren bisher auch auf keinem großen Weihnachtsmarkt und wenn überhaupt, besuchen wir einen kleinen in unserer Gegend. Doch ich muss auch gestehen, ich vermisse nichts. In diesem Jahr ist mir ganz besonders nach Stille und Beschaulichkeit zumute.

    Herzlichen Gruß in den frischen Freitag,
    Anna-Lena

    • Agnes sagt:

      Mein Interesse an Weihnachtsmärkten hält sich auch in Grenzen.
      Seit einigen Jahren treffen wir uns hier im Ort mit Freunden in einem Glühweingarten (im Sommer ist das ein Biergarten) und trinken dort zusammen einen Glühwein (Eierpunsch oder Feuerzangenbowle) anschließend gehen wir gemeinsam essen, und wir finden das viel schöner als wenn wir uns auf dem Weihnachtsmarkt treffen würden.
      Danke für das Gedicht, inzwischen ist Deine Gedichtseite beim mir schon auf sechs Gedichte angestiegen.

  3. Oh … mein erster Impuls: Ich bin auf der falschen Seite!
    Aber nein: Agnes hat eine Veränderung vorgenommen und ich muss sagen, es gefällt mir sehr gut!

    Das Gedicht von Gaby spiegelt leider die Realität wider und deshalb meide auch ich die großen Weihnachtsmärkte. Mit meinen Freundinnen war ich auf dem Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt unserer Kreisstadt und dort ist – wochentags – noch eine heimelige Atmosphäre und Lautsprechergedudel gibt es auch nicht, denn dort wird auf alten Instrumenten live auf der Bühne gespielt.

    Liebe Grüße an Dich, Agnes!
    Helga

    • Agnes sagt:

      Nein Du bist nicht falsch, ich habe mal getestet.
      Das Gedicht von Gaby ist sehr schön, das mag ich auch sehr, wie ich überhaupt Gabys Gedichte sehr gerne mag, sie schreibt so nah am Menschen.

  4. Kleiner Nachtrag:
    Ich habe gerade bei Dir die Adventskalender 2016 entdeckt … freut mich sehr. Dort werde ich nun stöbern, denn ich mag diese vorweihnachtliche Stimmung sehr!
    Danke Dir … Helga

    • Agnes sagt:

      Die Links zu den Adventskalendern hatte ich für mich erstellt um so die Seiten schneller zu finden!
      Aber Du darfst die natürlich auch anklicken.
      Leider ist bei diesem Design der Link „Home“ nicht mehr da, das finde ich gar nicht gut.

  5. do sagt:

    Das Gedicht gefällt mir, obwohl, oder vielleicht weil, ich mit der vorweihnächtlichen Hetzerei nichts am Hut habe.
    Herzlich, do

    • Agnes sagt:

      So geht es mir auch do, ich lasse mich in der Vorweihnachtszeit nicht hetzen, und muß auch nicht von einem Weihnachtsessen zum anderen laufen.
      Wir haben nur eine Weihnachtsfeier, und die war schon Ende November, und einmal treffen wir uns mit Freunden in einem Glühweingarten zum Glühwein trinken und gehen anschließend zusammen essen.
      Die restliche Zeit gehört mir.

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