St. Petersburg

Die letzte Etappe unserer Rußland Reise war St. Petersburg.

Ein altes russisches Sprichwort besagt: „Lieber einmal mit eigenen Augen sehen, als hundertmal davon hören!“

St. Petersburg, ist als „Die Stadt der Weißen Nächte“ oder auch als „Venedig des Nordens“ bekannt. Aber – wie viele Städte werden eigentlich so bezeichnet??? (Stockholm, Brügge, Friedrichstadt, Schwerin, Stralsund und Amsterdam, um nur einige zu nennen) St. Petersburg ist mit knapp 5 Mio. Einwohnern die zweitgrößte Stadt Russlands.

Die Stadt wurde 1703 von Peter dem Großen auf Sumpfgelände nahe dem Meer gegründet, um den Anspruch Russlands auf Zugang zur Ostsee durchzusetzen. 1924 wurde sie zu Ehren von Lenin in Leningrad umbenannt. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erhielt sie nach einer Volksabstimmung 1991 wieder ihren ursprünglichen Namen.


Während unserer Stadtrundfahrt am ersten Tag machten wir beim Smolny-Kloster halt. Das Kloster wurde von Zarin Elisabeth I. als Altersruhesitz geplant. Die Zarin beauftragte bereits im Jahre 1748 ihren Hofarchitekten mit dem Bau des blau-weißen Frauenklosters, wo sie den Rest ihres Lebens als Oberin verbringen wollte. Sie war zu dem Zeitpunkt erst 39 Jahre alt.

Nach dem Tod der Zarin Elisabeth im Jahre 1762 wurden Pläne für den Glockenturm und den weiteren Innenausbau auf Eis gelegt. Die Arbeiten kamen zum Erliegen, denn die neue Zarin Katharina II. bevorzugte den Klassizismus und entließ Rastrelli. Der Barocke Stil entsprach nicht mehr dem Zeitgeschmack.

Gut 70 Jahre später im Jahre 1828, erfolge im Auftrag des Zaren Nikolaus I., unter dem Baumeister Wassili Petrowitsch Stassow der weitere Innenausbau.


Viele Busse hielten vor dem Kloster und wir bekamen nur 20 Minuten für den Aufenthalt. Alles nicht gut für Fotografen, zumal die Sonne direkt hinter dem Kloster stand, und hunderte von Leuten vor den Gebäuden entlang liefen. Dementsprechend knapp ist dann die Fotoausbeute. Ein HDR Foto ist mir einigermaßen gelungen.

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10 Kommentare zu St. Petersburg

  1. Elke sagt:

    Ja liebe Agnes,
    Der Spruch gefällt mir..da ist etwas dran..Es ist immer schöner mit eigenen Augen gesehen zu haben.

    Ich kann aber nicht zustimmen das St.Petersburg die einzige Stadt wäre, die „Venedig des Nordens“ genannt wird. Du hast ja auch mehrere aufgezählt.

    St.Petersburg hat viel schönes zu sehen. Im Sommer ist es viel besser. Wir waren mal zum Jahreswechel dort, es war so kalt, weit über 30 Grad Minus. Zum Glück hatten wir das gewusst und dementsprechend Kleidung – Pelze, Stiefel etc mitgenommen.
    Ich möchte gerne auch nochmal im Sommer hin…
    Liebe Grüsse
    Elke

    • Agnes sagt:

      Ich fand den Spruch auch so passend für St. Petersburg – für ganz Rußland.

      Da hast Du etwas mißverstanden, Du kannst mir ruhig zustimmen, wir sind da schon einer Meinung. Es wird geschrieben (in Reiseführern z. B.), St. Petersburg ist das Venedig des Nordens, aber das wird von vielen Städten geschrieben.

      Im Sommer in St. Petersburg, da mußt Du mit tausenden von Touristen rechnen. Mir war es viel zu voll dort, es war teilweise grauenhaft wie viele Menschen sich durch die Straßen drängten, und in der Eremitage, im Katharinen und und im Peterhof war es teilweise schrecklich, so voll war es dort.

      Ich habe gelesen, dass September/Oktober eine gute Reisezeit sein soll (weniger Besucher) wobei es im Oktober auch schon sehr kalt werden kann.

      Im Moment sind es dort schon -7°, wäre mir zu kalt.

  2. uli b sagt:

    …die stadt würde mich auch reizen zu besuchen …gruß uli

  3. Anna-Lena sagt:

    Sicherlich sehr reizvoll, wie auch generell eine Reise in dieses große und kontrastreiche Land. Doch, selbst wenn ich könnte, würden mich die politischen Hintergründe wie auch für Reisen in die USA oder die Türkei davon abhalten. Zu unberechenbar sind die dortigen Machthaber.

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

    • Agnes sagt:

      Da hast Du nicht ganz unrecht. Wir haben auch sehr überlegt ob eine Reise in diese Städte sicher ist.
      Wie Du weißt hatten wir im Sommer unsere Goldene Hochzeit zu feiern. Aber statt einer Feier wollten wir (ursprünglich nur) nach St. Petersburg.
      Das war seit vielen Jahren unser Traum, und somit haben wir das dann auch umgesetzt.

  4. Helga/Rheinland sagt:

    Liebe Agnes,
    die Eremitage in St. Petersburg würde mich brennend interessieren!
    Ich denke, alleine diese Kunstausstellung wäre eine Reise wert!
    Sei lieb gegrüßt von Helga

    • Agnes sagt:

      Wir waren nur einen Vormittag in der Eremitage, und bei der Fülle dort (man wurde nur durchgeschoben) war das nicht so wie ich es mir erträumt hatte.
      Wahrscheinlich müßte man im Winter hinfahren um dieses Gebäude mit allen seinen Schönheiten richtig genießen zu können. Und ich denke man bracht mehrer Tage um überhaupt das wesentliche genießen zu können.

  5. do sagt:

    St. Petersburg muss sehr schön sein, aber eben auch voller Touristen, wie auch Bekannte von uns erzählen.
    Herzlich, do

    • Agnes sagt:

      Wir hatten drei mal Pech, Wochenende, Sommerferien und Kreuzfahrtschiffe im Hafen.
      St. Petersburg war für mich und mein Empfinden einfach zu voll.
      Ich liebe je eh keine Gruppenreisen, aber bei so einer Fülle ist das noch schrecklicher zu ertragen.
      Ansonsten eine traumhafte Stadt, in der ich sicherlich gut und gerne 2 bis 3 Wochen verbringen könnte, wenn halt die sprachlichen Probleme nicht wären.

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