Rinteln / Erinnerungen

Beim Fertigstellen der Gedichtseite von Mörike (s. letzter Eintrag) kam mir die Erinnerung an ein Ereignis, welches einige Jahre zurückliegt.
Inga Schnekenburger, dürfte den „alten“ Hasen bekannt sein, veranstaltete aus Anlaß des 200. Geburtstag von Eduard Mörike eine Lesung in Rinteln.

In diesem Häuschen

Rinteln
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Das war am 25. September 2004, die Einladung ist noch auf Ingas Seite — etwas scrollen —

Der Tag in Rinteln war wunderschön, Inga hat die Gedichte von Mörike mit so viel Liebe und so wunderschön vorgetragen, außerdem wurde dazu musiziert, von Mozart auch noch, es war einfach zauberhaft. Das alles spielte sich in der Diele des kleinen Fachwerkhäuschens in der Bäckerstraße ab, das war so urig und unbeschreiblich gemütlich.

Daran erinnerte ich mich, und auch daran, welch ein hübsches kleines Örtchen Rinteln war. Als ich mit meinem Mann darüber sprach, erinnerte er sich auch an diese schönen Stunden in Rinteln.

Und da das Wetter für heute regenfrei, zwar kalt, aber sonnig sein sollte, entschlossen wir uns gestern, dieses Städtchen heute noch einmal aufzusuchen.
An viele Straßen, Gassen und Fachwerkhäuser erinnerten wir uns, und auch das Haus in der Bäckerstraße fanden wir auf Anhieb wieder.

Allerdings waren wir sehr erschrocken, wie viele dieser hübschen alten Fachwerkhäuser heute leer stehen. Und wenn man sie dann ansieht, mit den dreckigen Fenstern, ohne Gardinen oder Blumen oder sonst was, höchstens ein Schild „zu vermieten“ auf die Scheibe geklebt, dann sehen die Häuschen gar nicht mehr hübsch aus.

Wir fanden Rinteln hatte sich verändert, aber nicht zum Positiven, wir hatten es viel schöner in Erinnerung.

Rinteln 2004

Rinteln

Rinteln heute (2009)

Rinteln
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Weitere Bilder von Rinteln 2004 sind auf meiner Webseite zu sehen, die von heute leider noch nicht.

:rolleyes:


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4 Antworten zu Rinteln / Erinnerungen

  1. Anne sagt:

    Liebe Agnes, Fachwerkhäuser sind einfach allerliebst anzuschauen – ich liebe sie, doch leider gibt es in meiner Gegend nicht ein einziges von ihnen, da sind erst mal ein paar hundert Kilometer zurückzulegen und so sieht man meistens nur im Urlaub welche. Dass Ortsbilder sich verändern ist leider eine unübersehbare Entwicklung – schon immer gewesen. Manchmal zum Positiven hin, oft aber auch ins Negative. Angesichts der immer schlechter werdenden Wirtschaftslage, überlegen sicher so manche Hausbesitzer, ob sie es sich noch leisten können, die Fassaden ihrer Häuser in Schuss zu halten. Ich glaube, diese Entscheidung fällt oft zu Ungunsten der historischen Gebäude aus… schade!

    Aber … oft auch nachvollziehbar. Für Besucher, die etwas anderes erwartet haben, natürlich nicht so schön, aber was soll man machen?

    lg Anne

  2. liebe agnes, ja .. rinteln, von hohenhausen ca. 15 minuten entfernt, habe wir oft aufgesucht!! das schlendern in der altstadt und dazu die weser, mal ein schmaler und mal ein sehr breiter fluss. es waren immer wunderbar momente… dir noch einen schönen tag.. bis bald glg manfred

  3. Anke sagt:

    Liebe Agnes,
    auch ich liebe die Fachwerkhäuser und in unserer Altstadt und in einigen Stadtteilen, findet man sie noch in den alten Gehöften. Im Sommer muss ich mal wieder unbedingt einen Streifzug durch unserer Stadt machen. Mit der Cam. versteht sich :-)

    Verwandte von uns besitzen so ein altes Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert. Wenn dort Reperaturen sein müssen, ist man an das Denkmalschutzgesetz gebunden. Die Aussentür war morsch und es wurde ihnen vorgeschrieben, welche dort wieder einzusetzen sei. Erstens ist es schwierig diese wieder annähernd zu bekommen und sie sind sehr , sehr teuer. Im Haus wurde auch vor Jahren renoviert und das geht auch nicht einfach so, wie man es gerne hätte. Es ist schon ein Unterschied zwischen Alt-und Neubauten oder einem Fachwerkhaus. Auch mussten einige Zwischenbalken erneuert werden, das war ein Werk! Für diese Handwerkstätigkeit braucht man Spezialisten und von deren Stundenlohn einmal ganz zu schweigen. Nun, meine Verwandten sind nicht arm, aber so ein Fachwerkhäuschen kann ganz schön teuer werden. Aber schön isses, gell?

    Wünsche dir noch einen schönen Tag.
    Liebe Grüße, Anke

  4. Agnes sagt:

    @ Anne
    Anne ich verstehe das durchaus, dass es eine teure Sache ist, so ein altes Fachwerkhaus zu erhalten.
    Wir haben bei einigen (die leerstehen) durch die Fenster gesehen und festgestellt, dass die Räume derart klein und verbaut sind, dass ich wahrscheinlich auch nicht darin wohnen möchte.
    Es sei denn, man verfügt über so viel Geld, dass man so ein Häuschen von innen von Grund auf renovieren kann. Das wird aber so teuer, dass ein moderner Neubau entschieden kostengünstiger ist.

    Es ist halt für einen Besucher sehr schade, wenn es eine Altstadt mit so schönen Fachwerkhäusern gibt, und sie können nicht unterhalten werden.

    @ Manfred
    Na dann weißt Du ja wie hübsch Rinteln ist.
    :photo:

    @ Anke
    Wie ich schon in der Antwort bei Anne schrieb, ich verstehe das durchaus.
    Und Du hast recht, die Auflagen durch den Denkmalschutz kosten meist viel Geld.
    Wir haben gestern noch überlegt, wenn wir so ein Häuschen erben würden, ob wir eine solche Erbschaft übrehaupt annehmen würden.
    Wahrscheinlich nicht, weil wir es nicht unterhalten könnten.
    Aber schön finde ich sie halt.

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