Alles hat seine Zeit …

So steht es schon in der Bibel (Prediger 3, 1-13) „Alles hat seine Stunde, und es gibt eine Zeit für jegliche Sache unter dem Himmel.“

Schon oft im Leben habe ich erfahren wie wahr diese Aussage ist, nicht nur im christlichen Leben, oder überhaupt im täglichen Alltagsleben, sogar in Sachen Internet trifft es ebenfalls immer wieder zu.

Aktuell für mich in Sachen Blog!

Eins vorweg, ich bin nicht blogmüde, dass hier seit Wochen kein neuer Eintrag steht hat andere Gründe.

Ich habe es in den letzten Jahren versäumt ein update für meinen Blog (das Skript von WordPress) zu machen. Nicht aus Faulheit, sondern weil ich es nicht konnte/kann.

Die Datenbank zum Blog hatte mir damals jemand anders angelegt, ich habe keine Ahnung davon, und so geht es mir auch mit Updates zum Skript.

Im letzten Sommer nun wurden Sicherheitslücken auf diesem Gebiet bekannt und es wird dringend erforderlich meinen Blog zu aktualisieren – aber ich habe es nicht hinbekommen.

Wahrscheinlich liegt es daran, dass mein Skript zu alt ist und sich jetzt nicht auf den letzten Stand aktualisieren läßt.

Nachdem mein Hoster jetzt eine Meldung verschickt hat, dass es wichtig ist die Blogs auf einen aktuellen Stand zu bringen bin ich ratlos – bei einem Hackangriff auf den Server des Hosters kann es sonst die Löschung meiner Webseite zur Folge haben.

Seit dem Herbst mache ich mir schon Gedanken ob ich evtl. meinen anderen WordPress Blog (den ich früher mal hatte), den ohne Datenbank, wieder in Betrieb zu nehmen, und diesen Blog aufzugeben.

Ich habe viel darüber nachgedacht und denke jetzt, dass ich das eher nicht mache.

In meinem Bekanntenkreis hat sich eine große Blogmüdigkeit breit gemacht, viele mit denen ich seit Jahren Kontakte pflege schreiben kaum bis nie mehr etwas, warum und für wen also soll ich weiter einen Blog beschreiben?

Zumal ich bei allen Bloganbietern immer die Befürchtung habe, dass plötzlich vom Anbieter alles gelöscht wird. Hab ich zwei Mal erlebt, bei den yupp Gästebüchern und 2003 bei myblog, da war auch plötzlich alles weg.

Daher war ich ja so froh über diesen Blog der bei mir gespeichert ist und nicht vom Anbieter gelöscht werden kann.

Es kommen viele Leser täglich in meinen Blog, auch jetzt wo hier seit Wochen nichts mehr geschrieben wurde, aber leider hinterlassen nur wenige einen Kommentar. Es sind vielleicht noch 10 Personen die hier mehr oder weniger regelmäßig etwas schreiben, so dass ich denke es ist kein Bedarf einen neuen Blog anzufagen, wenn ich diesen Blog ganz löschen werde.

Alles hat seine Zeit, auch das Bloggen. Seit ca. 15 Jahren schreibe ich jetzt schon zuerst ein Online Tagebuch bzw. später einen Blog. Vermutlich ist die Zeit der Blogs jetzt vorbei.


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18 Responses to Alles hat seine Zeit …

  1. Werner sagt:

    Eine solche Entscheidung zu fassen fällt bestimmt nicht leicht nach all den Jahren. Aber es gibt tatsächlich immer eine Zeit für irgend was. Obwohl mein Blog auf dem neusten Stand ist, muss ich auch sagen, das ich Blogmüde geworden bin. Es mag auch am zunehmenden Alter liegen, es gibt soviel zu erleben und zu genießen, das man seine Zeit besser nutzen kann als vor dem Computer zu sitzen und sich den Kopf zu zerbrechen, was man schreiben soll. Bei ausbleibenden Komentaren wird es noch öder und die Motivation nimmt rapide ab. Aber ich werde mir selber noch etwas Zeit geben für den Blog und harre an der Internetfront noch etwas aus. :ja: :ja: Wir kennen uns nun schon so viele Jahre, wir haben vieles kommen und gehen sehen und bleiben bestimmt auch ohne Blog in Verbindung.

    Gruß Werner

    • Agnes sagt:

      Blogmüde bin ich nicht, aber wenn die Sicherheit nicht mehr stimmt hat es keinen Zweck den Blog bestehen zu lassen.
      Und einen neuen Blog anfangen, das ist eben die Überlegung ob sich das lohnt???
      Falls ich mich dazu entscheide, bekommst Du die neue URL natürlich.

  2. Ingrid sagt:

    Ich würde es bedauern, das weißt du ja, aber ich frage mich auch manchmal, ob es sich noch lohnt. Damit meine ich nicht, viele Leser oder ‚likes‘ haben zu wollen, sondern mir fehlt manchmal der Austausch. Das kommt ja auch bei dir zum Ausdruck, finde ich, die mangelnde Resonanz. Ich glaube, dass auch Blogs Moden unterworfen sind. Guck dir bloß mal alle die Lifestyle-Blogs an. Das ist jetzt wohl ‚in‘ und viele sind darauf aus, mit ihren Blogs Geld zu verdienen. Ich will das nicht und ich hätte keine Lust, mich darum zu bemühen.
    Es ist natürlich auch oft so, dass welche Kommentare erwarten, aber selber keine gebe. Da habe ich dann nach zwei/drei Versuchen auch keine Lust mehr. Vielleicht gibt es auch einfach nur zu viele Blogs. Das sind natürlich alles Vermutungen.
    Liebe Grüße,
    Ingrid

    • Agnes sagt:

      Du hast es genau auf den Punkt gebracht, der Gedankenaustausch das fehlt mir auch.
      Ich habe ja mal angefangen die Bücher hier vorzustellen, die ich gelesen habe, aber wenn dann zu der Beschreibung nur ein oder zwei Personen einen Kommentar schreiben, obschon über zwanzig den Blog besucht haben, dann lohnt sich das nicht, daher habe ich in den letzten Monaten auch keine Bücher mehr erwähnt und beschrieben.

  3. Edith T. sagt:

    Ja, so ist es wohl, liebe Agnes.
    Die Resonanz ist, trotz guter Besucherzahl, sehr gering, selbst wenn man sich Mühe gibt und versucht, kein belangloses Zeug zu posten.
    Genau aus diesem Grund habe ich meine Postings reduziert. Ich will mir nicht krampfhaft irgendetwas zusammensuchen, nur damit ich etwas zu zeigen habe.
    Ich weiß aus persönlichen Rückmeldungen, dass ich viele Leser habe, aber Kommentare kommen sehr häufig nur im persönlichen oder telefonischen Gespräch, oder per sms.
    Das ist natürlich auch schön, aber ein Kommentar direkt unter dem Posting wäre schöner, weil dann auch schon mal ein Austausch unter den Kommentierenden stattfinden könnte.
    Ich denke aber, den meisten Lesern ist es zu viel Arbeit, einen oder zwei Sätze zu schreiben.
    Einfacher ist es, ein „Like“ anzuklicken, was ich aber nicht anbiete. Die persönliche Meinung des Kommentierenden interessiert mich, auch dann, wenn sie eher negativ wäre.
    Wenn man genau hinsieht merkt man, dass es nur noch in den Blogs viele Kommentare gibt, in denen Projekte laufen, an denen viele Blogger beteiligt sind.
    Ich bezweifle aber, dass die Betreffenden in den beteiligten Blogs alles ansehen.
    Da steht dann zum Beispiel: „Gefällt mir gut.“ – Punkt.
    Ich habe den Eindruck, dass die meisten Projekte (nicht nur, aber auch) dazu dienen sollen, die Besucherzahlen in die Höhe zu treiben und auch die Kommentare.
    Deshalb habe ich auch so gut wie nie solche Projekte kommentiert. Und daran teilgenommen habe ich aus demselben Grund nicht.
    Es wäre schade, wenn du deinen Blog schließen würdest, liebe Agnes.
    Wäre es keine Alternative für dich, in einem neuen Blog zunächst mal weniger zu posten?
    Liebe Grüße,
    Edith

    • Agnes sagt:

      Dein Kommentar liebe Edith ist mir aus der Seele gesprochen, wie auch der von Ingrid (eins höher).
      Etwas mehr Resonanz, nicht nur einfach schnell im Feedreader lesen und weiter zum nächsten Blog, das wäre mein Wunsch.
      Projekte sind auch nicht mein Lieblingsthema, ich habe im letzten Jahr noch mal bei einem Projekt mitgemacht, was mir aber Gelegenheit bot etwas mehr zum entsprechenden Bildbeitrag zu schreiben, so dass das Projekt nicht zu sehr überwog.
      Ich brauche keine hohe Besucherzahl, eine kleine nette Besuchsrunde, mit Lesern die auch hin und wieder mal was zum Thema schreiben wäre ideal.
      Gedankenaustausch.

      Diesen Blog schließen, daran geht aus Sicherheitsgründen kein Weg vorbei, die Frage ist nur, ob es sinnvoll für mich ist einen neuen Blog aufzumachen.

      Weniger posten —- mir fehlt es ja nicht an Themen und Fotos, von daher mußte ich mich schon manchmal bremsen nicht zu viel zu schreiben!

  4. minibar sagt:

    Liebe Agnes, ich würde dich sehr vermissen.
    Aber seit 15 Jahren bist du schon dabei, das ist echt eine Menge.
    Meine Hochachtung.
    Zweimal wurde dir der Blog gelöscht, das ist ja echt doof. Da steht man dann und hat gar nix mehr?
    Ich würde verrückt werden vor Ärger.
    Du hast auch einen WP-Blog? Das liest sich ja höchst interessant.
    Aber dass du eventuell aufhören willst, wo wir uns erst vor kurzem näher kennen gelernt haben, das wäre schade. Doch es ist deine Entscheidung.
    Es gibt Zeiten, wo es auf den Blogs mau ist, also ruhig.
    Aber es gibt auch andere, wo es boomt.
    Ich werde dich mal bei mir verlinken, vielleicht hilft es ein wenig.
    deine Bärbel

    • Agnes sagt:

      Ich habe früher mal um 2000 herum ein online Tagebuch auf meiner Webseite gehabt, später einen Blog bei Myblog, der gelöscht wurden, dann ein Neuanfang bei Myblog, dann hatte ich einen Blog auf meiner Webseite „getrag“ hieß der, der mußte auch aus Sicherheitsgründen geschlossen werden, dann hab ich mir einen bei WordPress zugelegt, der wurde nur ein Jahr betrieben, seither ruht der und seit 2008 gibt es diesen Blog.
      Gelöscht wurde bei mir einmal der Blog von Myblog, und ein Gästebuch (nicht zwei Blogs)
      Das kann halt immer mal passieren wenn die Sachen irgendwo gespeichert sind und man nicht dafür bezahlt.
      Warum ist das interessant dass ich einen WP Blog habe?
      Dieser Blog ist auch ein Script von WordPress, aber der ist nicht bei WordPress sondern beim meinem Hoster gespeichert.

      Und liebe Bärbel, da hast Du etwas mißverstanden, ich möchte keinen Blog wo es boomt, Du brauchst diesen Blog auch nicht zu verlinken, denn er wird gelöscht, weiter Leser müssen gerade jetzt nicht sein.

      Wenn Du den Kommentar oben von Ingrid und Edith liest und meine Antworten, da steht eigentlich noch mal alles was ich möchte bzw. nicht möchte.

  5. Hallo Agnes,

    kennst Du mich überhaupt noch – so mit neuem Nachnamen und so ;-). Ich gehöre ja auch zu denen die ganz selten kommentieren. Nicht aus Faulheit, ich denke es liegt daran dass es jetzt viel mehr Blogs gibt als vor 15 Jahren. Frau liest viele Blogs und das Kommentieren fällt hinten über. Zudem ich ja auch täglich beruflich viele Worte in den Bildschirm hacken darf/muss.

    Trotzdem wäre es schade wenn Dein Blog verschwindet. Die schönen Fotos, die Ausflugstipps, alleine dafür lohnt es sich weiter zu schreiben finde ich. Mir würde viel fehlen!

    Ich war ja auch recht blogmüde, auch, weil eine Weile mein Privatleben einfach nicht ins Internet sollte. Jetzt blogge ich überlegter, denn die Schüler meines Mannes könnten ja mitlesen. So muss ich halt acht geben was ich schreibe. Aber ich die Lust ist wieder da und ich schreibe häufiger.

    Jetzt würde ich Dich auch erkennen :-D. Wie wäre es mit einem Besuch im „blauen Land“ am Ammersee?

    Liebe Grüße – man ist Ulm lange her…. :freu:

    Bine

    • Agnes sagt:

      Na klar kenne ich Dich noch.

      Dieser Blog kann so nicht bleiben, da ich das update nicht hin bekomme bleibt mir keine andere Möglichkeit als ihn zu löschen. Das ist der einzige Grund, keine Blogmüdigkeit.

      Sollte aufgrund der Sicherheitslücken meines Blogs ein Hacker auf meinen Hoster zugreifen, würde meine gesamte Webseite gelöscht werden, das wäre für mich weitaus trauriger als auf diesen Blog zu verzichten.

      Ulm ist lange her – stimmt das war 2004 ….. aber wir haben uns doch noch in Regensburg gesehen, das war 2007 (im September). Ist auch schon 7 Jahre her.

  6. do sagt:

    Liebe Agnes, du weisst, wie sehr ich deinen Blog und deine Webseite schätze. Ich verstehe gerade darum, dass du die Webseite mit dem Löschen des Blogs schützen willst.
    Bedauern würde ich allerdings dein Verschwinden aus den Blogkreisen sehr – du bist für mich so etwas wie der ruhende Pol in der zum Teil hastigen „Bloggerei“.
    Vielleicht überlegst du dir das Eröffnen eines neuen Blogs. Ich würde mich freuen.
    Herzlich, do :blumenstrauss:

    • Agnes sagt:

      Ich denke ja noch darüber nach, ob ich mit einem anderen Blog weiter machen.
      Das ist für mich natürlich ein Schritt zurück, nachdem ich viele Jahre diese selbstgehosteten Blog hatte.
      Ich werde mich bestimmt bei Dir melden, falls ich an anderer Stelle wieder schreibe.

  7. uli b sagt:

    …hallo agnes, es geht immer auf und ab mit dem schreiben und kommentieren. Auch bei mir ist es so. Manchmal ist eben wenig zeit dazu da überall vorbeizuschauen. Bei mir sind es die vielen aktivitäten, die mich abhalten immer alles im blick zu halten. Aber dir schaue ich immer gerne vorbei und habe auch immer wieder gute lese- und reisetipps gefunden. Der letzte war noch die marienburg. Ohne dich wäre ich nicht drauf gekommen… deshalb, agnes: es würde mich freuen, wenn du weitermachst.

    …gruß uli

    • Agnes sagt:

      Ich habe das Blog Schreiben nie als Last empfunden, im Gegenteil ich habe das recht gerne gemacht.
      Aber das Aus für diesen Blog steht nun mal fest – aus Sicherheitsgründen, und es ist dann schon schade, dass 1.424 geschriebene Beiträge weg sind, ich selber habe gerne mal in früheren Artikeln geblättert und gelesen, ist ja gewissermaßen ein Tagebuch für mich (auch wenn ich inzwischen nichts privates mehr schreibe), von daher nimmt mir das ein bißchen die Lust schon wieder neu anzufangen, das wäre dann mein sechstes Online-Tagebuch.
      Sollte ich neu starten bekommst Du Nachricht Uli.

  8. tonari sagt:

    Ich glaube, so eine „Sinnkrise“ macht jeder Blogger mal durch.
    Bloggen ist viel Arbeit und eigentlich sind die Kommentare das Salz in der Suppe.
    Bleiben sie aus, dann fehlt ein bisschen die Resonanz. Ich denke, dass all diejenigen, die schreiben, sie würden nur für sich bloggen, nicht ganz ehrlich zu sich selbst sind.
    Insofern kann ich Deine Fragen und Bedenken verstehen.

    Im Laufe der Bloggerjahre sammeln sich viele tolle Blogs im Feedreader an.
    Ich laufe Gefahr, dass es zu viele sind und mir aus Zeitgründen nur noch bleibt, sie zu lesen und ein schnelles „like“ dort zu lassen. Zumal ich die Beiträge oft in der Bahn auf dem Arbeitsweg lese.
    Manchmal denke ich, ich sollte kommentieren, habe es dann aber am Abend wieder vergessen. Zumal das auf dem Smartphone auch nicht ganz einfach ist. Diese Capture-Eingaben zum Beispiel rauben mir echt den Nerv.
    Allerdings habe ich auch gelernt, dass man Kommentare nur dann bekommt, wenn man sie auch zu geben bereit ist. Und das wiederum ist viel Arbeit. siehe oben

    • Agnes sagt:

      Ich mache keine Sinnkrise durch.
      Es geht nicht um Besucher, Kommentare oder Blogmüdigkeit Tonari.
      Dieser Blog MUSS aus Sicherheitsgründen gelöscht werden, ansonsten könnte es passieren, dass mir vom Hoster die Webseite gelöscht wird.

      Meine Überlegung ist nur, ob ich noch mal einen neuen Blog starte, oder es lasse.
      Dass Bloggen ein „Geben“ und „Nehmen“ ist, weiß ich nachdem ich 15 Jahre ein Online-Tagebuch (später Blog) führe. Ich selber schreibe wesentlich mehr Kommentare bei anderen als ich bei mir bekomme, aber auch das ist nicht der Grund, dass ich mich nicht begeistert auf einen neuen Blog stürze.
      Ingrid und Edith haben es in ihren Kommentaren (oben) sehr gut beschrieben, das könnte ich hier jetzt alles wiederholen. Kommentare wie „schöne Bilder“ sind da nicht so der Hit, ein bißchen Dialog und Gedankenaustausch hätte ich gerne.

      Und wenn seit Veröffentlichung dieses Beitrags weit mehr als 100 Besucher hier im Blog waren, aber nur sieben einen Kommentar hinterlassen, dann spricht das doch für sich.

      Noch etwas zu Deinen Gedanken:
      Natürlich schreibt niemand nur für sich einen Blog, dann könnte ich bequemer ein Word Dokument als Tagebuch schreiben, das wäre einfacher und würde den gleichen Zweck erfüllen.
      Man schreibt einen Blog für sich aber auch für andere, sonst macht es keinen Sinn.

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