Der Baum

Ein Sinnbild für die Kraft
im Frühjahr, auch für Neubeginn

im Sommer, er uns Schatten spendet
im Herbst gibt er gelassen hin

im Winter trägt er keine Blätter
übt in Geduld sich, steht und schweigt

er kennt kein Streben und kein Wollen
zu jeder Zeit in Ewigkeit

ach wäre ich, wie dieser Baum
gelassen, ohne Hast und Ziel

ich nähme ein, den Lebensraum
der für mich da ist – wäre still

© Cäcilia Wentker

Ich bedanke mich bei Cäcilia Wentker, dass ich ihr Gedicht hier einsetzen darf.

wentker_derbaum


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8 Responses to Der Baum

  1. Anna-Lena sagt:

    Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen,
    wenn uns wieder nicht alles schnell genug geht,
    wenn wir uns nicht in Geduld üben wollen,
    wenn wir der Natur ins Handwerk pfuschen wollen,
    wenn…
    wenn…
    wenn…

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

    • Agnes sagt:

      Als ich das Gedicht gelesen habe, war ich ganz begeistert davon, ich mußte zuerst mal die Autorin suchen, denn ohne Genehmigung setze ich keine fremden Text im Blog oder auf meiner Website ein, aber ich fand sie, sie hat es mir sofort genehmigt und da ist es.

  2. minibar sagt:

    Bei mir geht alles nur noch langsam.
    Ein schönes Gedicht, das gefällt mir.
    Kennst du die Dichterin persönlich?
    deine Bärbel

    • Agnes sagt:

      Nein ich kenne die Dame nicht persönlich, ich habe das Gedicht auf einer anderen Seite gesehen und mich auf die Suche nach der Autorin gemacht um mir die Erlaubnis zu holen es auf meine Seite zu setzen.

  3. Ganz wunderbar sind Deine Baum-Fotos im Jahreswechsel, Agnes!
    Du weißt ja, wie sehr ich die Natur liebe und dazu gehören in erster Linie die Bäume!
    Ich freue mich auf die Winterzeit, denn dann kann ich die Bäume in ihrem unvergleichlichen Habitus fotografieren … ohne Blätter wirken sie in meinen Augen außerordentlich beeindruckend!
    Auch das Gedicht gefällt mir sehr gut!
    Meine Grüße an Dich!
    Helga

    • Agnes sagt:

      Da haben wir ja etwas gemeinsam liebe Helga, ich liebe die Bäume auch sehr.
      Diese alte Eiche bezeichne ich ja immer als „meinen Baum“ weil ich ich schön finde so lange ich zurück denken kann, schon als Kind hat er mich begeistert.
      Die Bäume sehen im Winter zwar sehr gut aus, das bizarre ihres Astwerks kann man nur dann richtig erkennen, aber dennoch bin ich kein großer Freund des Winters, ich mag die Bäume im frischen Frühlingsgrün oder im bunten Herbstgewand lieber.

  4. Gerd sagt:

    Das schöne Gedicht und Deine schönen Bilder vom Baum passen aber sehr schön zusammen. Gefällt mir!

    Liebe Grüße, Gerd

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