Ach wie gut ist es doch

Ach wie gut ist es doch,
unter lesenden Menschen zu sein
Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)

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Manchmal, o glücklicher Augenblick,
bist du in ein Buch vertieft,
dass du in ihm versinkst
– du bist gar nicht mehr da. …
Dein Körper verrichtet gleichmäßig
seine innere Fabrikarbeit
– du fühlst ihn nicht.
Du fühlst dich nicht.
Nichts weißt du von der Welt um dich herum,
du hörst nichts, du siehst nichts, du liest.
Kurt Tucholsky (1890 – 1935)

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Ich wäre lieber ein armer Mann
in einer Dachkammer voller Bücher
als ein König, der nicht lesen mag.
Lord Thomas Babington Macaulay (1800 – 1859)

Das sind drei von einigen weiteren Zitaten die neu auf meiner Website unter der Rubrik „Bücher“ zu finden sind.

Kastanienhof, MeckPom

Kastanienhof, Teil der Bibliothek


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20 Antworten zu Ach wie gut ist es doch

  1. Ingrid sagt:

    Eine wunderbare Sammlung hast du da zusammengestellt, liebe Agnes, nicht nur an Zitaten, sondern auch an Bibliotheksbildern. Und ein Teil deiner eigenen ist auch dabei. Wenn ich demnächst mal meine Zitatesammlung ordne, werde ich mir hier noch ein paar abschreiben, die mir besonders gut gefallen. –

    Übrigens, falls du vorhast, den Lagercrantz (nach Stieg Larsson) zu kaufen … ich habe das Buch abgebrochen. Ich werde in ‚Gelesen im Februar‘ noch kurz darüber berichten. Zum Glück hatte ich es nur geliehen.

    LG, Ingrid

    • Agnes sagt:

      Natürlich darfst Du gerne von meiner Zitate Seite etwas kopieren, bei einigen ist ein Copyright drauf, und ich habe die Genehmigung des Autoren, die dann besser nicht, oder Du fragst halt, ansonsten sind die ja frei verfügbar.

      Das Buch von Lagercrantz werde ich mir mit Sicherheit nicht kaufen, ich möchte es auch gar nicht lesen. Ich habe diese Streitereien zwischen Vater und Bruder von Stieg Larsson und der Lebensgefährtin verfolgt und bin über Vater und Bruder entsetzt.
      Eva Gabrielsson hat über 30 Jahre mit Stieg Larsson zusammen gelebt, für mich ist sie seine Witwe, und vom Vater wie Bruder wird sie nicht anerkannt, die kassieren die ganzen Gewinne der Bücher und Filme alleine ein, und das obschon sie nicht viel Kontakt zu Stieg Larsson hatten. Selbst die gemeinsame Eigentumswohnung gehört jetzt zur Hälfte Vater und Bruder und sie haben es nicht für nötig gefunden der langjährigen Lebensgefährtin wenigstens die zu überlassen.

      Ich finde das so unmenschlich, dass ich dieses vierte Buch, welches nach meinem Gefühl nur den Profit von Bruder und Vater vergrößern soll, nicht kaufen werde.

      Streit um die Erbschaft

      • Ingrid sagt:

        Ich finde diese Angelegenheit auch höchst beschämend und abgrundtief egoistisch. es war allerdings auch leichtsinnig von den beiden, sich nicht gegenseitig abzusichern bzw. dafür zu sorgen, dass der Lebenspartner versorgt ist und nicht in Schwierigkeiten gerät.
        Ich werde die Zitate nur für mich ganz privat abschreiben so wie ich das mit vielen aus dem Internet oder aus Büchern getan habe. Ich sammele schon seit vielen Jahren. Solche mit Copyright werde ich nicht antasten.

        • Agnes sagt:

          Das war sicher leichtsinnig, aber es gab einen Grund dafür. Ich habe gelesen, dass das schwedische Recht vorsieht, dass Paare dazu ihre Adresse öffentlich machen müssen. Stieg Larsson und Eva Gabrielsson hielten ihre Adresse geheim, weil sie immer wieder Morddrohungen von Nazis ausgesetzt waren.
          Aber er hätte sicher ein Testament machen können, vermutlich meinte er noch genügend Zeit dazu zu haben, er ist ja nicht mal 50 Jahre alt geworden.

          • Ingrid sagt:

            Sehr tragisch alles. Klar, mit 50 denkt man noch nicht daran, zu sterben …

            • Agnes sagt:

              Man sollte diesbezügliche Vorkehrungen auch in jungen Jahren treffen.
              Wie schlimm das ist habe ich selber erlebt, als ich mit 24 da stand und meine erst 48 Jahre alte Mutter tödlich verunglückte.

  2. Gerd sagt:

    Sehr schöner Einblick vom Kastanienhof! Wenn man da nicht das passende Buch findet wo dann?

    Ob der Rilke diese Worte auch gesagt hätte wenn er in der heutigen Zeit leben würde, weiß man allerdings auch nicht. ;-)

    Liebe Grüße, Gerd

    • Agnes sagt:

      Die Bibliothek, auf dem Bild sieht man nur einen kleinen Teil davon, war wirklich sehr umfangreich.
      Ob Klassiker wie Goethe, oder historische Romane oder auch Krimis, es war alles da.

      Rilkes Worte besitzen meines Erachtens auch heute noch Gültigkeit. Ich kann sie mit fester Überzeugung für mich wiederholen.

      Für mein Leben sind Bücher, wie eben das Hobby Lesen etwas ganz wichtiges.

  3. menzeline sagt:

    Schöne Zitate, die der Wahrheit entsprechen, alle drei gefallen mir in denen ich mich wiederfinde.
    Gestern in den Wartezimmern der Ärzte, was ich die einzige, die dort gelesen hat.
    Ich war versunken im Buch, so dass ich das Treiben um mich herum nicht mehr wahr genommen habe.
    Lese ja auch im Moment einen fesselnden Thriller, der einen nicht los lässt.

    Dir liebe Agnes wünsche ich noch einen schönen Dienstag.
    Liebe Grüße von der
    menzeline

    • Agnes sagt:

      So geht es mir auch, und ich nehme natürlich nur Zitate für meine Website, die ich auch bejahen kann. So auch diese (z. B.)

      Bücher sind wie Schiffe,
      welche die weiten Meere der Zeit durcheilen.
      Francis Bacon (1561 – 1626)

      Bücher lesen,
      heißt wandern gehen in ferne Welten,
      aus den Stuben hin zu den Sternen
      Jean Paul (1763 – 1825)

      Eine strenge und unumstößliche Regel,
      was man lesen sollte und was nicht, ist albern.
      Man sollte alles lesen.
      Mehr als die Hälfte unserer heutigen Bildung
      verdanken wir dem, was man nicht lesen sollte.
      Oscar Wilde (1854 – 1900)

      Bücher sind nur
      dickere Briefe an Freunde;
      Briefe sind nur
      dünnere Bücher für die Welt
      Jean Paul (1763 – 1825)

      Ich nehme auch immer ein Buch mit, ob zum Arzt, zum Friseur, egal wenn Wartezeiten angesagt sind lese ich.
      Niemals würde ich beim Friseur eine der Klatsch-Zeitschriften lesen.

  4. Das sehe ich auch so, Agnes!
    Ich kann mir nicht vorstellen, jemals auf Bücher zu verzichten und mich nur über Internet etc. zu informieren. Es geht nichts über den Moment, wenn man auf seinem Lieblingsplatz mit seiner Lieblingslektüre sitzt und das Buch in den Händen hält.
    Liebe Grüße von Helga

    • Agnes sagt:

      Ich habe ja seit einigen Jahren einen E-Book Reader, und das gefällt mir gut zur Urlaubszeit, das Teil ist klein, handlich und paßt in jede Handtasche oder Rucksack und man hat gleich eine große Auswahl an Büchern (man kann) bei sich.

      Aber niemals möchte ich auf das gedruckte Buch verzichten, es ist doch ein schöneres Gefühl ein Buch zu lesen und die Seiten umzublättern.

      Wenn wir keine gedruckten Bücher mehr hätten, und die Bücherregale würden in den Wohnungen fehlen, wie sähe das denn aus. Mir würde etwas fehlen.

      Ein nebeneinander dieser beiden Formen hat sich für mich bewährt.

  5. do sagt:

    Deine Bücherseite ist eine wahre Schatztruhe, voller schöner Zeilen und Bilder.
    Herzlich, do

    • Agnes sagt:

      Sie ist ja auch nicht neu, sondern über Jahre gewachsen, und jetzt kürzlich mal wieder überarbeitet und mit etlichen neuen Zitaten bestückt worden.
      So wächst meine Website fast täglich weiter

  6. Sigi sagt:

    Liebe Agnes,
    die Zitate sind einfach wunderbar. Ich könnte mir ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen. Solange ich etwas spannendes zu lesen habe, bleibt der Fernseher fast
    immer aus.
    Alles Liebe
    Sigi
    :book:

    • Agnes sagt:

      Ich habe eine Freundin, wenn die eine Woche kein Telefon hat wird die krank. Kann ich nicht nachvollziehen, mitunter ist ein Telefon wichtig, aber ich nutze es eh nur dann wenn es notwendig und wichtig ist, es ist für mein Leben nicht wirklich wichtig.
      Aber ein Leben ohne Bücher wäre für mich unvorstellbar.
      Genau wie ein Leben ohne Musik für mich unvorstellbar ist, daher wüßte ich auch (fast) nicht was schlimmer ist, taub oder blind zu sein.

      Blind ist schlimmer, da könnte ich Musik hören, und statt lesen mir Hörbücher zulegen, die mich bisher allerdings nicht begeistern.

  7. Edith T. sagt:

    Deine Bücherseite ist toll, liebe Agnes.
    Am besten von den Fotos gefallen mir die „alten Schinken“.
    Wenn mich ein Buch fesselt, vertiefe ich mich auch so sehr darin / darein, dass ich alles Drumherum ausblenden kann.
    Auch für mich gehören Bücher unbedingt zum Leben dazu!
    Liebe Grüße,
    Edith

    • Agnes sagt:

      Ein Leben ohne Bücher wäre schon traurig, ohne Musik allerdings auch.
      Freut mich, dass Dir meine Sammlung mit Buch Zitaten gefällt, Du bist ja auch mit einem Zitat vertreten.
      Wenn Du noch weitere hast, setze ich sie gerne dazu.

  8. Anna-Lena sagt:

    Liebe Agnes, deine Zitate-Sammlung ist gut gewählt und drückt genau das aus, was ich empfinde.

    Einen lieben Wochenendgruß
    Anna-Lena

    • Agnes sagt:

      Nicht hinter jedem Zitat stehe ich, aber doch kann ich die meisten so bejahen, wenn ich gänzlich anderer Meinung wäre, würde ich sie nicht auf meine Webseite setzen.

      Dieses Zitat ist z. B. nicht so meine Überzeugung

      Wahrhaftig,
      der Umgang mit schlechten Büchern
      ist oft gefährlicher
      als mit schlechten Menschen.
      Wilhelm Hauff (1802 – 1827)

      Bzw. ein schlechtes Buch würde ich nicht zu Ende lesen, dann kann es auch nicht gefährlich sein.

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