Zum neuen Jahr

Wir
wollen
glauben
an
ein langes Jahr,
das uns gegeben ist,
neu,
unberührt, voll nie gewesener Dinge,
voll nie getaner Arbeit,
voll Aufgabe,
Anspruch und Zumutung.
Wir wollen sehen,
dass wir’s nehmen lernen,
ohne allzu viel fallen zu lassen
von dem
was es zu vergeben hat, an die,
die Notwendiges, Ernstes und
Großes von ihm verlangen.

Rainer Maria Rilke (1875-1926)

aus einem Brief Rilkes an seine Frau Clara, datiert vom 1. Januar 1907, geschrieben auf Capri, Villa Discopoli

Quelle: Briefe aus den Jahren 1906-1907, Insel-Verlag, 1930

Weitere Gedichte zum Jahreswechsel.
Weitere Gedichte von Rainer Maria Rilke


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Ein neues Jahr

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch in’s neue Jahr!

Aufgeschlagen
wie ein Buch,
weiß die Seiten,
unbeschrieben,
unbefleckt.

Wie werden sie füllen
ein jeder von uns,
einsam, gemeinsam,
rot, mit Tinte der Liebe,
schwarz, die Tinte im Leid.

Machen wir uns
zum Aufbruch bereit,
das Jahr zu entdecken,
es aufzuwecken,
sein Geheimnis zu finden,
den Sinn zu ergründen.

© Gaby Bessen

Ich bedanke mich bei Gaby, dass ich ihre Texte auf meiner Website verwenden darf.

Dieses, und weitere Gedichte der Autorin auf meiner Website.


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Leben mit Büchern, 9

Ein Projekt von Pat, welches sie wieder aufleben läßt. Wer Lust hat, kann sich noch anmelden und mitmachen.

Teilnehmer des Projekts

Schon lange hatte ich mir gewünscht die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar zu besuchen, aber der Besucherandrang war nach der Wende immer so groß, dass es schwer war termingerecht Karten zu bekommen.

Dann zerstörte 2004 ein furchtbarer Brand einen Großteil des wertvollen Bibliotheksbestandes. 50.000 Bände sowie 35 Gemälde aus dem 16. bis 18. Jahrhundert gingen vollständig verloren, und ca. 62.000 Bücher wurden durch Feuer und Löschwasser beschädigt, können aber restauriert werden.

Viele wertvolle Bücher konnten gerettet werden, darunter die Lutherbibel von 1534.

2007 wurde die Bibliothek wieder eröffnet, aber erst 2015 konnten wir unseren Wunsch die Bibliothek zu besuchen umsetzen. Unser Interesse galt speziell dem Rokokosaal. Und zu meiner großen Freude durfte ich auch fotografieren.

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Bei genauem Hinsehen kann man die Platzhalter für die Bücher, die zur Zeit noch restauriert werden, erkennen. Grauer Karton, unten mit weißem Aufkleber,

Voll begeistert bin ich in solchen alten Bibliotheken jedes Mal von den wunderschönen Buchrücken.

Büsten von Anna Amalia, Goethe und Schiller

Meine Beiträge zum Projekt


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Das ist Weihnachten bewahren

Ich beschließe zu vergessen,
was ich für andere getan habe,
und will mich daran erinnern,
was andere für mich taten;
ich will übersehen,
was die Welt mir schuldet,
und daran denken,
was ich der Welt schulde.

Ich will erkennen,
dass meine Mitmenschen genauso
wirkliche Wesen sind wie ich,
und will versuchen,
hinter ihren Gesichtern
ihre Herzen zu sehn,
die nach Freude und Frieden hungern.

Ich will das Beschwerdebuch
gegen die Leistungen
des Universums schließen
und mich nach einem Platz umsehen,
wo ich ein paar Saaten
Glücklichsein säen kann.

Henry van Dyke
eig. Henry Jackson van Dyke
amerikan. Geistlicher
(1852 – 1933)

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Frohe Weihnachten

Ich wünsche allen Besuchern und Lesern meines Blogs frohe Weihnachtsfeiertage!

Möge der Engel,
der die Botschaft vom Frieden
in die Welt brachte,
an deinem Haus nicht vorübergehen.
Möge das Kind,
das seine Göttlichkeit hinter der Armut verbarg,
in deinem Herzen eine Wohnung finden.
(Irischer Weihnachtssegen)


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Wenn Du kaufst, was Du nicht brauchst

Wenn du kaufst,
was du nicht brauchst,
wirst du bald verkaufen müssen,
was du brauchst.
Benjamin Franklin (1706 – 1790)

Dieses und weitere Spruchbilder findest Du auf meiner Website


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Preußen in Sachsen

Umgeben von einem großen Landschaftspark erhebt sich der imposante Bau des Krobnitzer Schlosses. Es liegt im gleichnamigen Dorf fünf Kilometer nordwestlich von Reichenbach. Das Rittergut (erstmals 12551 erwähnt) wurde 1732 von Carl Heinrich Wilhelm von Uechtritz für 18.000 Taler gakuft. Er ließ um 1750 ein barockes Herrenhaus errichten.

Das Anwesen wechselte noch mehrmals den Besitzer bis im Jahre 1873 der preußisches Kriegsminister und Generalfeldmarschall Albrecht Theodor Emil Graf von Roon das Herrenhaus für 134.600 Taler erwarb. Er ließ es durch Aufstockung des Mansardgeschosses mit Flachdach und Balustrade in ein neoklassizistisches Gebäude umgestalten, und zu seinem Altersruhesitz ausbauen.

Graf von Roon erweiterte den Park und legte im hinteren Parkteil eine Familiengruft an, die 1876 eingeweiht wurde. Sein Sohn Waldemar bebaute diese Gruft mit einer neogotischen Kapelle. Graf von Roon verstarb am 23.02 1879 in Berlin und fand seine letzte Ruhestätte in der Gruft in Krobnitz.

Die Familie von Roon wurde 1945 enteignet. Das Schloss diente kurzzeitig der Roten Armee als Kommandantur. Danach wurde es von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten bezogen. Anfang der 1950er-Jahre wurden elf Wohnungen eingebaut, wobei die Raumstruktur und weitere architektonische Details verloren gingen. Bis 1990 schritt der Verfall der Anlage trotz unterschiedlicher Nutzungen, unter anderem auch durch eine Kindertagesstätte, beständig fort.

Im Jahr 2000 erwarb die Stadt Reichenbach das Anwesen und restaurierte in den Jahren 2002 bis 2005 das Schloss und die angrenzenden Gebäude. Der in langen Jahren verwilderte Park wurde von 2006 bis 2010 saniert. Die von Roonsche Familiengruft ist noch vorhanden, leider fehlt die früher darüber befindliche Gruftkapelle, die 1980 trotz des guten Erhaltungszustands aus ideologischen Gründen abgerissen wurde.

In der zum einstigen Rittergut gehörigen und im 18. Jahrhundert errichteten „Alte Schmiede“ sind ein großer und ein kleiner Saal sowie im Obergeschoss ein Vortragssaal entstanden. Hier finden regelmäßig Vorträge und Kammerkonzerte, aber auch private Feiern statt.

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Leben mit Büchern, 8

Ein Projekt von Pat, welches sie wieder aufleben läßt. Wer Lust hat, kann sich noch anmelden und mitmachen.

Teilnehmer des Projekts

Ein Bekannte von mir hat mal aus (alten) Büchern wunderschöne Werke gefaltet und gestaltet. Origami Bücher

Probieren wollte ich es auch mal und suchte mir ein einfaches Modell, einen Weihnachtsbaum, aus. Eine Meisterleistung ist das sicher nicht, aber als Weihnachtsdeko gefällt er mir trotzdem.

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Der Wunsch noch mal andere schwierige Falttechniken auszuprobieren ist bei mir immer noch vorhanden.

Meine Beiträge zum Projekt


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Licht

Gerade jetzt in der Winterzeit, besonders im Advent, zünden wir gerne Kerzen an und genießen die Atmosphäre des Kerzenlichts. Und es gibt so schöne Zitate über das Licht, so dass ich meine Sammlung mal durchsuchte.

Ich kenne Menschen,
die Licht verbreiten und Leute,
die alles finster machen.
© peter e. schumacher (1941 – 2013)

In den letzten Wochen habe ich diese Zitate über Licht mit entsprechenden Fotos versehen und als neue Seite in meine Zitate-Welt eingebunden.

Bild ist mit der Website verlinkt


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Wer den Staat regiert

Was ist denn aber für ein Unterschied,
ob die Weiber gradezu den Staat regieren,
oder ob die, welche ihn regieren,
sich von den Weibern beherrschen lassen.
Aristoteles (384 v. Chr. – 322 v. Chr.)

Man sollte es nicht glauben, dass diese Aussage schon fast 2 1/2 Tausend Jahre alt ist.

Dieses und weitere Spruchbilder findest Du auf meiner Website


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